BUND und NABU kritisieren Entscheidung des ZDF-Verwaltungsrats Koch sägt an tragender Säule der Demokratie
BUND und NABU kritisieren Entscheidung des ZDF-Verwaltungsrats Koch sägt an tragender Säule der Demokratie
(pressrelations) - >Berlin - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) kritisieren vehement die Entscheidung des ZDF-Verwaltungsrats, den Vertrag des Chefredakteurs Nikolaus Brender nicht zu verlängern.
Angelika Zahrnt, BUND-Ehrenvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende des ZDF-Fernsehrats: "Die konservative Fraktion im ZDF-Verwaltungsrat mit Ministerpräsident Koch an der Spitze hat sich durchgesetzt. Gegen alle guten Argumente und das Votum von 35 namhaften Staatsrechtlern haben sie eine Personalentscheidung aus parteipolitischen Gründen getroffen. Diese staatliche Einflussnahme trifft die Unabhängigkeit des Senders. Die heutige Entscheidung ist ein schwarzer Tag in der Geschichte des ZDF und für das öffentlich-rechtliche Fernsehen."
Die beiden Umweltverbände wiesen darauf hin, dass "Staatsferne" eine Grundvoraussetzung für die Unabhängigkeit der vierten Gewalt sei. Olaf Tschimpke, Präsident des NABU und Mitglied des ZDF-Fernsehrats:
"Nikolaus Brender hat das Informationsprofil des ZDF wesentlich geprägt. Brender ist ein Vollblutjournalist, der sich auch von Spitzenpolitikern nicht die Butter vom Brot nehmen ließ. Solche Journalisten braucht unser Land. Parteipolitische Ranküne à la Koch nicht."
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Datum: 28.11.2009 - 08:07 Uhr
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