Am 23. Juli 2010 nahm RWE offiziell ein Biomasse-Heizwerk zur Wärmeversorgung und Warmwassererzeugung am Nürburgring in Betrieb. Zur Wärmeerzeugung werden vorwiegend Holzhackschnitzel aus der Region eingesetzt.
Bereits im April 2009 unterzeichneten der Nürburgring und RWE einen Kooperationsvertrag, der die regenerative Wärmeversorgung des neuen Freizeit- und Businesszentrums am Nürburgring sicherstellt. Der Energiedienstleister hat dazu ein ganzheitliches Energieeffizienz- und Umweltkonzept entwickelt, dessen Kern das Biomasse-Heizwerk ist. Die Anlage versorgt die gesamte Erlebniswelt des neuen Zentrums und das Eifeldorf "Grüne Hölle". Der Biomassekessel produziert dabei rund 80 Prozent der benötigten Wärme CO2-neutral. Auch das welcome°center wird über ein von RWE installiertes Fernwärmenetz beheizt. Im Personalhaus in Adenau hatte RWE bereits Anfang 2009 eine Pelletheizung installiert ? eine weitere umweltschonende Alternative zu konventionellen Brennstoffen.
Mit dem Aufbau des Fernwärmenetzes begann der Bauträger im April 2009, das Biomasse-Heizwerk wurde nach zehn Monaten Bauzeit fertig gestellt. "Mit unserer Anlage bauen wir auf erneuerbare Energien und tragen dazu bei, dass wir Energieeffizienz auf den Nürburgring bringen. Wir sind aktiv und setzen auf Wärmeerzeugung durch Biomasse. Das neue Heizwerk ist eine Art Symbol dafür - es ist die größte Holzhackschnitzelanlage im Landkreis Ahrweiler", erläutert Achim Südmeier, Vorstand RWE Vertrieb AG, bei der Eröffnung. Bereits bei Start des Projektes setzte der Energiedienstleister auf Nutzung von Ressourcen aus der Region und die Zusammenarbeit mit heimischen Firmen. Das begann im Winter 2008 mit der Montage des Pelletkessels in Adenau in Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Heizungsbauer.
Auch die Aufträge für die umfangreichen Tiefbauarbeiten wurden an regionale Unternehmen vergeben. Im Juli 2009 begann die provisorische Wärmelieferung mittels Containerheizzentralen. Doch spätestens seit Aufnahme des Probebetriebes des Biomassekessels im Mai 2010 heißt der neue Energieträger Holz und kommt zum großen Teil aus den nahegelegenen Forst Adenau.
Das Heizwerk hat eine thermische Leistung von rund sechs Mega-Watt. Der Wärmebedarf der Verbraucher wurde mit rund 7.500 Mega-Wattstunden veranschlagt. Diese Menge entspricht etwa dem Wärmebedarf von rund 250 durchschnittlichen Einfamilienhaushalten. Zur Spitzenlastabdeckung bei Großveranstaltungen oder an besonders kalten Tagen kommt zusätzlich Heizöl zum Einsatz. Über die Rauchgasreinigung wird sichergestellt, dass die hohen Anforderungen an die Emissionswerte erfüllt werden. Der zur Anlage gehörende Holzhackschnitzelbunker hat ein Füllvolumen von rund 300 Kubikmeter, was ? abhängig von der Brennstoffqualität ? einer Brennstoffmenge von rund 85 Tonnen entspricht. Bei geschätzten 2.500 bis 3.000 Tonnen Holzbedarf pro Jahr werden zwischen 100 und 160 Lastzüge die benötigten Brennstoffe antransportieren. Der reibungslose Betrieb der Anlage wird ständig überwacht und somit die Sicherheit gewährleistet. Kompetentes RWE-Servicepersonal steht in einer 24-Stunden-Bereitschaft zur Verfügung.
RWE-Aktionen im gesamten Areal des Rings sorgen zusätzlich dafür, Energieeffizienz einem breiten Publikum greifbarer und verständlicher zu machen. Im ring°boulevard und im test°center erfahren die Besucher Energieeffizienz "zum Anfassen". Das test°center ist Teil des neuen Themenparks. Dort präsentiert RWE Zukunftsprojekte, wie das Fahren mit Elektro- und Erdgasautos. Zum "Nürburgring 2009" gehört auch ein überdachter Boulevard mit Ausstellungen namhafter Marken der Automobil- und Zulieferindustrie. Hier ist der Energieversorger ebenfalls mit Innovationen rund um das Thema Energie und Mobilität vertreten.
BU: (vl): Alfred Gayer, RWE Energiedienstleistungen GmbH, Achim Südmeier, Vorstand RWE Vertrieb AG, Kai Richter, Nürburgring GmbH und der Kreistagsabgeordnete Fritz Langenhorst
Dr. Jürgen Frech
Leiter Konzernpresse
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