Konstruktion und Montage sind sowohl funktional als auch wirtschaftlich von besonderer Bedeutung im Produktentstehungsprozess. Produktfunktionen werden meist erst durch das Zusammenspiel von Bauteilen generiert, so dass z.B. die Montagegenauigkeit Funktionen des Produktes beeinflusst. Zudem fallen während der Montage oftmals zeit- und kostenintensive Justagetätigkeiten an. Der Produktaufbau, der Montageprozess sowie die Montageausrüstung bestimmen dabei die Effizienz der Abläufe. In diesem Seminar soll die Thematik der Toleranzen in den Vordergrund gestellt werden, welche sowohl die Produktfunktion, als auch die Montageeffizienz signifikant beeinflussen. Hier spielen Toleranzen der Bauteile des Produktes selbst, die Toleranzen der Anordnung der Bauteile zueinander sowie die Toleranzen der am Prozess beteiligten Montage-, Mess- und Einstellvorrichtungen eine Rolle. Diese Größen können bei der Festlegung der Montageabfolge und des Montageprozesses herangezogen werden. Besonderes Potenzial liegt dabei in der Rückführung von Prozessgrößen in vorgelagerte Prozessschritte, um ein Lernen hinsichtlich der Toleranzen zu ermöglichen.
Im Seminar Toleranzmanagement werden allgemeine Ansätze wie z.B. die Monte Carlo Toleranzsimulation und Methoden aus Konstruktion und Anlagenbau vorgestellt sowie Beispiele aus der Praxis erläutert und diskutiert. Experten aus Forschung und Industrie stellen Ansätze und umgesetzte Lösungen vor, wie Toleranzen im Produktentstehungsprozess bestmöglich beherrscht werden können.
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