Hagel und Starkregen bedrohen Ernte in Indien

(PresseBox) - Starkregen und Hagelschauer haben am Wochenende kurz vor der Ernte den Weizen, die Kichererbsen und Rapssaat in Indiens Kernanbauregion beeinträchtigt. Die Farmer dort müssen darum fürchten, dass sie erneut große Ertragsverluste erleiden, das wäre die vierte Ernte in Folge mit großen Einbußen.
In Punjab, Haryana und Teilen von Uttar Pradesh, wo der Großteil der indischen Getreideernte heranwächst gingen sintflutartige Regenfälle hernieder. Bein Weizen ist Indien nach China das Land mit der größten Ernte weltweit.
Beim Weizen wäre es das zweite Jahr in Folge, dass die Erträge kleiner als der Verbrauch ausfallen. Die Vorräte in den staatlichen Silos werden wohl am Ende des Wirtschaftsjahres erneut schrumpfen. Kleinere Ernten von Kichererbsen und Rapssaat werden Indien sogar zum Import von Hülsenfrüchten, Erbsen und Speiseöl zwingen.
Noch kann man die Schäden nicht abschätzen aber erste Nachrichten lassen darauf schließen, dass die Weizenproduktion um 5 bis 7 % kleiner ausfällt. Wenn die Wetterbedingungen jetzt gut bleiben, haben die Farmer noch die Hoffnung auf eine ordentliche Ernte. Die Verluste könnten aber auch bis zu 8 % groß werden. Ab Mittwoch soll es weitere Regenfälle geben.
Die Weizenernte in Indien beginnt im März und endet im April. Die Rapssaaternte war wiederholt so schlecht, dass einige Farmer Selbstmord begingen, weil sie ihre Familie nicht mehr ernähren konnten. Nach zwei Jahren der Trockenheit und kleineren Ernten, verschulden sich immer mehr Farmer. Nun befürchten sie eine weitere Verschlechterung ihrer Lage.
Im Februar schätzte der indische Landwirtschaftsminister die Weizenernte auf 93,82 Mio. Tonnen. Das war schon weniger als das ursprüngliche Ziel von 94,75 Mio. Tonnen aber mehr als die Ernte des Vorjahres, die 86,53 Mio. Tonnen einbrachte.
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Datum: 14.03.2016 - 18:05 Uhr
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