IndustrieTreff - LOHSE baut größte Armaturen der Firmengeschichte

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LOHSE baut größte Armaturen der Firmengeschichte

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Der Trend des Jahres 2020 geht für die LOHSE-Gruppe in eine deutliche Richtung: Die Armaturen, die das Unternehmen weltweit liefert, werden immer größer. Nachdem die Heidenheimer bereits Mitte des letzten Jahres einen Absperrschieber mit einer Öffnung von rund 1,20 Meter an eine spanische Papierfabrik in der Nähe von San Sebastian geliefert haben, kam nun in diesem Jahr ein Auftrag, der alle bisher hergestellten Armaturen in den Schatten stellt.

(industrietreff) - Für eine Zellstofffabrik in Südamerika wurde LOHSE nun exklusiv beauftragt, zwei Armaturen mit einer Öffnung von 1,80 Meter, oder wie es die Armaturenbauer aus Heidenheim korrekt formulieren: zwei Absperrschieber mit einem Nenndurchmesser von 1800 Millimetern zu produzieren. Die gesamte Vorrichtung ist wie das Modell, das nach Spanien geliefert wurde, mehrere Meter lang und wiegt einige Tonnen. „Es sind zwei der größten Absperrschieber, die LOHSE jemals gebaut hat“, erläutert Geschäftsführer Ulrich Sekinger.

Zum Einsatz kommt der Gigant unter einem 70 Meter hohen Pulp Tower (zu Deutsch: einem Stapelturm) in einer südamerikanischen Papierfabrik. „Die Maße sind nicht nur imposant“, erklärt Sekinger. „Die Konstruktion ist eine besondere Herausforderung.“ Schließlich müssen die Schieber mit einem Nenndurchmesser von 1800 Millimetern einen Betriebsdruck von bis zu sieben Bar sowie eine permanente Belastung aushalten.

„In den vergangenen Jahren haben wir uns im Bereich der Armaturen zu einem gefragten Spezialisten großer Absperrschieber für die Papierindustrie entwickelt“, so Sekinger. Natürlich stellt LOHSE auch weiterhin kleinere und kompaktere Armaturen in vielfältigen Variationen her, neben den Absperr-, Regulier-, Rejectschiebern sind das Schleusen, Klappen, Rotationsbremsen sowie weitere Armaturen. Doch schon im optischen Vergleich zwischen einem Absperrschieber mit einer DN von 50 Millimeter und einem mit einer DN von 1600 Millimeter fällt die schiere Masse auf. Die Schieberplatte hat eine Dicke von rund fünf Zentimeter, ist knapp zehn Meter lang und wiegt satte 13,7 Tonnen. „Verbaut werden diese Größen vor allem in der Zellstoffindustrie als Auslassschieber unterhalb von Stapeltürmen“, erklärt Sekinger. Bereits im Sommer 2019 hatte LOHSE einen 1200-Absperrschieber nach Spanien zur Firma PAPELERA GUIPUZCOANA DE ZICUÑAGA SA. geliefert, der erfolgreich in einem Pulp Tower mit einer Höhe von 35 Meter verbaut wurde.





Bei der Konstruktion kommt es trotz der Größe auf die Details an. Die Armaturen sind nach DIN EN 10204 zertifiziert, Gleitleisten und Gleitringe aus Bronze sorgen für einen reibungslosen Ablauf beim Öffnen und Schließen der Armaturen. Nur durch ein stark verripptes Gehäuse können die für diese Größe extrem hohen Betriebsdrücke erreicht werden. Aber auch fragile Sonderanfertigungen sind kein Problem. „Wir setzen von Haus aus auf eine enorme Fertigungstiefe“, sagt Sekinger. Der Großteil der Komponenten wird im Stammwerk in Heidenheim-Oggenhausen hergestellt und dort anschließend montiert. Neben der Produktion übernimmt LOHSE ebenfalls Service und Wartung der Armaturen, die inzwischen weltweit von zahlreichen unterschiedlichen Branchen nachgefragt werden. „Made in Germany ist in dieser Branche ein wichtiger Wettbewerbsvorteil“, erklärt Sekinger.

Die Nachfrage nach den Armaturen, die auch im Neubau der Papierfabrik Palm zum Einsatz kommen, hat 2020 zu einem stabilen Umsatz der gesamten Gruppe, zu der neben dem Armaturenbau auch eine Maschinenfabrik gehört, geführt. „Wir sind mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden“, erklärt Sekinger. „Der Armaturenbereich hat im Vergleich zum Vorjahr sogar zugelegt.“ Die Pandemie habe weder zu Produktions- noch zu Lieferunterbrechungen geführt. Das Ergebnis des Vorjahres werde man voraussichtlich wieder erreichen, so Sekinger. Für das kommende Jahr ist die LOHSE-Gruppe „verhalten optimistisch“. Zwar sind die Auftragsbücher recht gut gefüllt, allerdings spüre man in bestimmten Branchen eine Investitionszurückhaltung. „Vor allem im Maschinenbau ist noch nicht klar, wohin die Reise geht, so wurden einzelne Projekte erstmal verschoben und andere Projekte aufgrund der Dringlichkeit in aussichtsreicher Verhandlung.“

Dennoch rüstet sich LOHSE bereits für die Zukunft, auch im kommenden Jahr suche man verstärkt neue Mitarbeiter, wie der Geschäftsführer erklärt. Vor allem Schweißer und Schlosser habe man dabei im Fokus. „Eine Berufserfahrung wäre zwar schön, ist dabei nicht unbedingt entscheidend, sondern die Bereitschaft sich innerbetrieblich weiter zu entwickeln“, betont Sekinger. Wichtig sei aber, dass die Neuen Spaß an abwechslungsreichen Tätigkeiten haben – und Freude daran, in einem breit aufgestellten Unternehmen zu arbeiten, das in zahlreichen Branchen zu Hause ist und weltweit Kunden hat.


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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die MARTIN LOHSE GmbH zählt zu den namhaftesten deutschen Herstellern von Stoffschiebern. Aus der Produktion von Stoffbütten, Behältern und Maschinenteilen ergab sich für Lohse bereits Anfang der 1960-er Jahre die logische Konsequenz, sich auch mit den Problemen der Absperrtechnologie bei Faserstoffen zu befassen. Die Evolution der LOHSE-Stoffschieber, die immer in enger Zusammenarbeit mit Experten der Papierindustrie erfolgte, begann mit reinen Graugussschiebern, ging über zu mit Edelstahl ausgekleideten Schiebern bis hin zu den heute zeitgemäßen Armaturen aus korrosions- und säurebeständigem Edelstahl. Die parallel dazu entstandenen Rejectschieber, die speziell für problembehaftete Stellen in der Altpapier-Aufbereitung konzipiert wurden, sind inzwischen zum Standard in Recyclingpapierfabriken geworden. Heute hat die MARTIN LOHSE GmbH unter anderem Absperr-, Regulier- und Reject-Schieber sowie Reject-Schleusen im Programm.

MARTIN LOHSE GmbH
Unteres Paradies 63
89522 Heidenheim
server.ab(at)lohse-gmbh.de



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Datum: 04.02.2021 - 11:26 Uhr
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Ansprechpartner: Christine Cordes
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Telefon: 07321 / 755-55

Kategorie:

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