Web-Verzeichnis
über 62.000 Links
Jobbörse
aktuelle Gesuche / Angebote
Termine
Messe, Kongreße, Seminare
Produkte
aktuelle Produktinformationen
Unternehmen
25045 Firmeneinträge
Fachbeiträge
detailierte Fachinformationen
News
aktuelle Industrienachrichten

Kunststoffbauteile mit längerer Lebenszeit

ID: 1898376
Mikrokapseln ermöglichen selbstschmierende Kunststoffe

(PresseBox) - 23 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs können auf Reibungsverluste zurückgeführt werden. Bauteile mit reduzierter Reibung stellen daher einen wichtigen Beitrag dar, um Ressourcen zu schonen und Klimaschutzziele zu erreichen. Bei Kunststoffen kann geringere Reibung auch Mikroplastik in der Umwelt reduzieren. Mit der Entwicklung schmierstoffgefüllter Mikrokapseln für Kunststoffe unterstützen das Potsdamer Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP und das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg diese Ziele. Ihre selbstschmierenden Kunststoffe erzielen bis zu 85 Prozent weniger Verschleiß. Seit März 2021 wird das erfolgreiche Forschungsvorhaben für zwei Jahre fortgeführt.

Ob bei Schiebetüren, Laminat, Zahnrädern aus Kunststoff oder anderen beweglichen Bauteilen ? es gibt eine Vielzahl von Anwendungen, bei denen Materialien Reibung ausgesetzt sind. Kunststoffhersteller integrieren daher manchmal feste Schmierstoffe in Kunststoffe, um den Verschleiß von Bauteilen zu verringern. Jedoch gibt es nur eine relativ geringe Anzahl an festen Schmierstoffen, die für die Kunststoffverarbeitung geeignet sind. Bei flüssigen Schmierstoffen gibt es hingegen eine deutlich größere Bandbreite, teilweise mit höherer Effektivität. In einer Kooperation ist es den beiden Forschungseinrichtungen gelungen, flüssige Schmierstoffe so zu verkapseln, dass sie als Funktionsstoffe in Polymere eingebracht werden und später im Bauteil alle Vorteile einer Flüssig-Schmierwirkung entfalten können.

85 Prozent weniger Verschleiß

»Wir haben es geschafft, mit flüssigem Schmierstoff gefüllte Mikrokapseln des Fraunhofer IAP über einen Doppelschneckenextruder in Thermoplaste einzuarbeiten. Die Herausforderung dabei war, dass die Wände der Kapseln bei der Verarbeitung hohe Temperaturen überstehen müssen, ohne sich zu öffnen. Erst wenn bei dem späteren Bauteil Reibung entsteht, dürfen die Kapseln aufbrechen und den Schmierstoff freisetzen. Das Bauteil schmiert sich dann sozusagen selber«, erklärt Moritz Grünewald, Forscher in der Gruppe Materialentwicklung am Kunststoff-Zentrum SKZ. »Unsere Reib- und Verschleißuntersuchungen zeigten an Kunststoff-Stahl-Paarungen einen Rückgang des Verschleißes von bis zu 85 Prozent. Bauteile halten somit deutlich länger und erzeugen weniger Mikroplastik.«





Aufbauend auf diesen Ergebnissen wird das Materialsystem für mögliche Anwendungen weiter optimiert. Der Fokus der Entwicklung liegt nun auf verbesserten mechanischen und thermischen Eigenschaften der selbstschmierenden Kunststoffe.

Verstärkung selbstschmierender Kunststoffe

Durch den zusätzlichen Einsatz von Verstärkungsstoffen wie Fasern, sollen die selbstschmierenden Kunststoffe mechanisch belastbarer werden. Im Rahmen des Forschungsvorhabens untersuchen die Forscherinnen und Forscher, welcher Fasertyp sich dazu am besten eignet und wie die Mikrokapseln optimal an die Kunststoffmatrix angebunden werden können. Außerdem sollen die Kapseln auch in höher schmelzende Kunststoffe eingebracht werden, um die technischen Einsatzmöglichkeiten weiter zu steigern. Dazu werden in enger Zusammenarbeit der Projektpartner noch stabilere Kapselwandmaterialien entwickelt. »Die Herausforderung besteht vor allem darin, dass die Kapseln erst beim Reibkontakt in der finalen Anwendung aufbrechen dürfen. Bringen wir aber zusätzlich Fasern ein und erhöhen die Temperaturen, steigen die Belastungen auf die Kapseln schon während des Mischprozesses«, so Dr. Alexandra Latnikova, Spezialistin für Mikroverkapselung am Fraunhofer IAP. Ihr Team am Fraunhofer IAP entwickelt die Kapselsysteme.

Großes Interesse der Kunststoffindustrie

Zahlreiche Anfragen aus der Industrie verdeutlichen den Bedarf an neuartigen Kunststoffen, die mit optimierten Reib- und Verschleißeigenschaften ausgestattet sind. Die Mikroverkapselungstechnologie hat dabei große Vorteile für die Firmen: die große Bandbreite an flüssigen und hochentwickelten Schmierstoffen können nun als sich selbst freisetzende, interne Schmiermittel genutzt werden. Begleitet wird das Projekt von einem Ausschuss, in dem Firmen aus allen Bereichen der Kunststoffindustrie, Schmierstoffhersteller und Mikroverkapseler vertreten sind. Das Projekt ist für weitere Partner offen.

Das Projekt »Tribologisch wirksame Pseudofeststoffe für mechanisch und thermisch hoch belastete Thermoplastbauteile« 21707 BG der Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. FSKZ wird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung IGF vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Das Fraunhofer IAP macht Materialien fit für die Zukunft. Kreative Lösungen sind der Schlüssel, um die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu meistern ? ob Klimawandel, Pandemien, Energiewende, Strukturwandel oder neue Mobilitätskonzepte.

Am Fraunhofer IAP stellen wir uns dieser Aufgabe mit innovativen Materialien, Prozessen und Technologien. Wir adressieren die gesamte Wertschöpfungskette ? von der Idee bis zum Prototypen nach Maß.

Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.


Themen in dieser HerstelerrNews:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Dies ist eine HerstellerNews von
FSKZ e. V.

Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  an Freund senden  Röntgenstrecken von Vanderlande zur Rationalisierung der Sicherheitskontrollen am Charlotte Douglas International Airport

Bereitgestellt von: PresseBox
Datum: 04.05.2021 - 12:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1898376
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt: Würzburg / Potsdam
Telefon:

Anmerkungen:


Diese Pressemitteilung wurde bisher 83 mal aufgerufen.


Nach Kategorien:

1. Eigenstrom mit Photovoltaik ist kinderleicht 15.05.2021
2. Mit Öko-Kraftwerken verschwindet der Wald 14.05.2021
3. Vier wichtige Kriterien seriöser Berater für Unternehmensverkauf 14.05.2021
4. infoBoard stellt neue MES Software vor 14.05.2021
5. Neue 4 mm Sicherheitsbuchsen für Prüfgeräte und Messtechnik 14.05.2021
6. Optimales Spannen mit der passenden Schlitzausführung 14.05.2021
7. Klimaschutz: Politik muss faire Wettbewerbsbedingungen im Blick behalten (FOTO) 14.05.2021
8. In der Schrottindustrie unverzichtbar - Schrotthändler aus Dinslaken 14.05.2021
9. DiWiKu - Digitale Wissensplattform Kunststoff des Konstruktionsbüro Hein 14.05.2021
10. Weltweite Kapazitäten zur Wasserstoffelektrolyse sollen bis 2040 auf das 1000-fache steigen - Deutschland bleibt attraktivster Markt für Investitionen 14.05.2021
11. Austrian Blockchain Award: Erstmals Sonderpreis "Smart Philanthropy" 14.05.2021
12. Studie der Uni Bochum: Nasenspray reduziert 99,9% Corona Viren (FOTO) 14.05.2021
13. Was macht Solar- 14.05.2021
14. Solare Baupflicht: Helfer in der Not 14.05.2021
15. Altmetall abholen in NRW 14.05.2021
16. Der Begriff?Schrottabholung Wuppertal ? fasst eine ganze Reihe von Tätigkeiten zusammen 14.05.2021
17. Alpha ESS stellt auf der Smart Energy Conference& Exhibition 2021 ein Partnerprogramm und neue Produkte für Australien vor 13.05.2021
18. Welche Heizsysteme lohnen sich für kleine Gebäude- 13.05.2021
19. Schrottmulde bestellen oder Schrotthändler aus Moers Kontaktieren 13.05.2021
20. Altmetallhändler Verpasst - Schrotthändler aus Neuss Anrufen 13.05.2021


[ weitere HerstellerNews ][ RSS-Feed ]

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de