Der AFS-Test: Revolutionäre Diagnostik für gezielte Förderung bei Legasthenie und Dyskalkulie
Pädagogisches Testverfahren unterscheidet erstmals zuverlässig zwischen Legasthenie und erworbener Lese-Rechtschreibschwäche - Bereits über 250.000 Tests weltweit durchgeführt

(industrietreff) - Klagenfurt, Januar 2026 - "Mein Kind hat Probleme beim Lesen und Schreiben. Aber ist es wirklich Legasthenie?" Diese Frage stellen sich unzählige Eltern und Pädagogen. Die Antwort ist entscheidend, denn die Art der Förderung muss bei Kindern mit einer Legasthenie eine völlig andere sein als bei Kindern mit einer erworbenen Lese-Rechtschreibschwäche (LRS). Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie (EÖDL) hat mit dem AFS-Testverfahren ein diagnostisches Instrument entwickelt, das diese wichtige Unterscheidung ermöglicht und die pädagogische Feststellung von Legasthenie weltweit revolutioniert hat. Mit über 250.000 durchgeführten Tests hat sich das Verfahren als zuverlässiges Standardinstrument in der pädagogischen Praxis etabliert.
Der entscheidende Unterschied: Legasthenie versus LRS
Bei Kindern mit einer erworbenen Lese-Rechtschreibschwäche werden durch verstärkte Arbeit im Symptombereich - also durch intensives Schreiben- und Lesenüben - sehr gute Erfolge erzielt. Bei einem legasthenen Kind hingegen wird diese Maßnahme alleine nicht zum Erfolg führen. Der Grund: Legasthenie ist biogenetisch bedingt und erfordert einen ganzheitlichen Förderansatz, der über reines Symptomtraining hinausgeht. Ohne eine präzise Diagnose besteht die Gefahr, dass Kinder über Jahre hinweg falsch gefördert werden - mit entsprechender Frustration für alle Beteiligten.
Was der AFS-Test untersucht
Das AFS-Testverfahren analysiert drei entscheidende Bereiche, die für erfolgreiches Lernen fundamental sind:
Aufmerksamkeit: Der Test misst, wie gut ein Kind seine Gedanken beim Umgang mit Symbolen wie Buchstaben und Zahlen fokussieren kann. Dies geschieht anhand von Bildern, Halbsymbolen und Symbolen. Legasthene Menschen haben eine andere Informationsverarbeitung - ihre Aufmerksamkeit lässt beim Arbeiten mit Buchstaben und Zahlen nach, nicht aus mangelnder Motivation, sondern aufgrund einer anderen Gehirnfunktion.
Sinneswahrnehmungen (Funktionen): In diesem Bereich werden die Basissinne überprüft, die für erfolgreiches Lernen unerlässlich sind. Dazu gehören die optische Differenzierung (Unterschiede erkennen), das optische Gedächtnis (Gesehenes merken), die optische Serialität (Reihenfolgen erfassen), die akustische Differenzierung (Laute unterscheiden), das akustische Gedächtnis (Gehörtes merken), die akustische Serialität (Lautfolgen erfassen), die Raumorientierung (räumliche Beziehungen verstehen) sowie das Körperschema (Körperbewusstsein).
Symptome: Der dritte Bereich analysiert, welche konkreten Schwierigkeiten beim Schreiben, Lesen oder Rechnen auftreten und wo genau der Förderbedarf liegt.
Wahrnehmungsfehler versus Rechtschreibfehler
Eine besondere Stärke des AFS-Tests liegt in der Unterscheidung zwischen Wahrnehmungsfehlern und Rechtschreibfehlern. Wahrnehmungsfehler entstehen durch temporäre Aussetzer in der Sinnesverarbeitung - etwa wenn ein Kind "b" und "d" verwechselt, obwohl es die Regel eigentlich kennt. Rechtschreibfehler hingegen basieren auf fehlendem Regelwissen. Diese Unterscheidung ist für die Förderung entscheidend: Ein Kind mit Wahrnehmungsfehlern benötigt gezieltes Funktionstraining, während ein Kind mit Rechtschreibfehlern Regeltraining braucht. Der AFS-Test macht genau diese Unterschiede sichtbar und ermöglicht so eine passgenaue Förderung.
Das Ergebnis: Ein individueller Trainingsplan
Nach Abschluss des Tests wird ein grafisches Profil erstellt, das auf einen Blick zeigt, in welchen Bereichen Förderung erforderlich ist, wo Training ratsam wäre und wo kein Handlungsbedarf besteht. Ein Beispiel aus der Praxis: Das Testergebnis zeigt, dass bei einem Kind die optische Differenzierung und das akustische Gedächtnis auffällig sind. Der diplomierte Legasthenietrainer weiß nun genau, welche spezifischen Übungen dieses Kind benötigt - nicht mehr und nicht weniger. Das pädagogische Gutachten, das nach dem Test erstellt wird, gibt Eltern und Lehrern konkrete Handlungsempfehlungen für den weiteren Förderweg.
Die Vorteile des AFS-Testverfahrens im Überblick
Der AFS-Test bietet zahlreiche Vorteile für die pädagogische Praxis: Er unterscheidet zuverlässig zwischen biogenetisch bedingter Legasthenie und erworbener LRS. Er zeigt die individuellen Stärken und Schwächen eines Kindes auf und ermöglicht dadurch eine maßgeschneiderte Förderung. Durch zielgerichtetes Training werden Zeit und Frustration gespart. Der Test kann bereits bei Kindern ab dem Schuleintritt eingesetzt werden und steht in Deutsch, Englisch und Spanisch zur Verfügung. Die beeindruckende Zahl von über 250.000 durchgeführten Tests belegt das Vertrauen, das Pädagogen auf allen Kontinenten diesem Verfahren entgegenbringen.
30 Jahre Erfahrung als Grundlage
Der AFS-Test ist Teil des umfassenden Förderkonzepts des EÖDL, der 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert. In drei Jahrzehnten wurden über 17.000 diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer in 64 Ländern ausgebildet, die das AFS-Testverfahren in ihrer praktischen Arbeit einsetzen. Die Qualität der Ausbildung und der diagnostischen Instrumente wird durch die ISO 9001:2015 Zertifizierung sowie die sechsfache Auszeichnung als "Top Anbieter für Weiterbildung" durch FOCUS-BUSINESS bestätigt.
Über den EÖDL
Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie wurde 1996 gegründet und ist eine der führenden Institutionen im deutschsprachigen Raum für die Ausbildung von Legasthenie- und Dyskalkulietrainern. Der Verband hat die AFS-Methode und das AFS-Testverfahren entwickelt und bildet Pädagogen, Therapeuten, Eltern sowie Quereinsteiger zu diplomierten Spezialisten aus.
Weitere Informationen zum AFS-Test: www.legasthenietest.at
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Der EÖDL ist Österreichs größte Legasthenieinstitution. Unabhängig und gemeinnützig bieten wir Hilfe in ganz Österreich. Wenden Sie sich an einen Spezialisten in Ihrer Nähe.
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Datum: 08.01.2026 - 08:30 Uhr
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