Schließungswelle bei H?-Tankstellen: 41 Standorte weg - Initiative fordert Übergangslösungen & Reaktivierungen
Rheda-Wiedenbrück / Bundesweit, 23.01.2026. Viele Fahrzeuge sind technisch voll einsatzfähig - und werden trotzdem im täglichen Betrieb ausgebremst. Der Grund ist die Zapfsäule.

(industrietreff) - In immer mehr Regionen verschwinden öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen. In Rückmeldungen an die "Initiative H?-Infrastruktur Deutschland" ist die Rede davon, dass Fahrzeuge zu "Stehrümmchen" werden - nicht wegen eines Defekts, sondern weil die Infrastruktur wegfällt.
Nach öffentlich verfügbaren Standortinformationen (u. a. h2.live) wurden zwischen dem 31.12.2024 und dem 31.12.2025 insgesamt 42 Schließungen öffentlich zugänglicher H?-Stationen gemeldet. Der Standort Siegen (Schließung Ende März 2025) ist inzwischen unter neuem Betreiber wieder geöffnet. Netto bleiben damit 41 wirksame Schließungen. Aus einem Netz von ursprünglich rund 90 öffentlich zugänglichen H?-Standorten, die teilweise auch die 350-bar-Betankung für Nutzfahrzeuge angeboten hatten oder entsprechend erweiterungsfähig waren, sind damit heute nur noch rund 50 übrig. Für viele bedeutet das: Betankung ist nicht mehr verlässlich im Alltag möglich, sondern eine Frage von Umwegen, Zeitverlust und Unsicherheit.
Wie diese Versorgungslücken entstehen, sich räumlich verschieben und ganze Regionen betreffen, zeigt die Initiative in einer animierten Karten-Grafik:
https://www.initiative-h2-infrastruktur-deutschland.de
Uns schreiben Menschen aus ganz Deutschland - Pendler, Familien, Selbstständige, Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, aber auch Betriebe. Die Botschaft ist oft dieselbe: Man wollte klimafreundlich fahren, technologieoffen und zukunftsorientiert sein - und steht jetzt ohne verlässliche Versorgung da", sagt Initiator Frank Stuckstedte.
Die Rückmeldungen beschreiben wiederkehrende Folgen:
Umwege statt Nutzbarkeit im Alltag:
Betankung wird zur Zusatzbelastung - teils mit Distanzen, die das Fahrzeug praktisch auf wenige Strecken reduzieren. Einzelne Nutzer berichten zudem von einer durchgehenden Versorgungslücke auf der Nord-Süd-Achse zwischen Hamburg und Gießen. Auf einer Strecke von über 400 Kilometern ist derzeit keine öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle in Betrieb.
Planungsbruch:
Was gestern noch funktionierte, ist heute unklar - weil Stationen kurzfristig aus dem Netz fallen und Alternativen fehlen.
Frust über Kommunikation:
In mehreren Zuschriften wird kritisiert, dass Stilllegungen teils nur schwer nachvollziehbar kommuniziert werden und Nachfragen unbeantwortet bleiben.
Dass es nicht nur um private Nutzung geht, zeigt die Rückmeldung der FES GmbH Fahrzeug-Entwicklung Sachsen. Hartmut Schimmel (FES) schreibt wörtlich: "Der Wegfall der Tankstellen zum 31.12.2025 trifft uns sehr, weil wir mit der Erprobung unseres kleinserientauglichen Brennstoffzellen-Lkw FEScell 180/280/120 dadurch zusätzlich eingeschränkt sind und außerdem potenzielle Kunden in diesen Gebieten mangels Tankstelle ausfallen."
Gleichzeitig investieren Deutschland und die Europäische Union Milliardenbeträge in den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft - etwa in Industrieprojekte, Transport- und Verteilnetze sowie Importinfrastruktur. Aus Sicht von Nutzern, Kommunen und Unternehmen entsteht dadurch ein politisch widersprüchliches Signal, wenn ausgerechnet die nutzernahe Abgabestruktur im Verkehr zurückgebaut wird. Tankstellen sind die Schnittstelle zwischen Strategie und Alltag: Sie ermöglichen Nutzung, Nachfrage und Vertrauen in die Technologie. Ihr Wegfall schwächt den Markthochlauf, entwertet öffentliche Investitionen und sendet ein fatales Signal an diejenigen, die bereits auf klimafreundliche Mobilität gesetzt haben.
Die Initiative argumentiert dabei ausdrücklich technologieoffen: Es geht nicht um die Durchsetzung einer einzelnen Antriebsform, sondern um Verlässlichkeit, Nutzerorientierung und Planbarkeit für diejenigen, die sich bewusst für klimafreundliche Optionen entschieden haben. Statt Tankstellen abzubauen, braucht es ihren Erhalt als Brücke in den Hochlauf und als Fundament für eine nutzerorientierte und verlässliche Infrastruktur - wie sie auch die AFIR-Ziele bis 2030 vorsehen.
Die Initiative fordert, die entstandenen Versorgungslücken politisch ernst zu nehmen und kurzfristig handlungsfähig zu werden:
Übergangslösungen statt Abbruchkanten:
Stilllegungen nur dann, wenn die regionale Versorgung nachweislich gesichert ist. Ziel ist ein geordneter Übergang - nicht Bestandsschutz um jeden Preis, aber auch kein ungeprüfter Rückbau.
Prüfung von Reaktivierungen / Wiederinbetriebnahmen:
Prüfung zuletzt geschlossener, baulich noch vorhandener Standorte - zumindest dort, wo großflächige Lücken sichtbar sind, ggf. auch als zeitlich befristeter Übergangsbetrieb.
Transparenz und Zuständigkeit klären:
Transparenz zu Fördermitteln, Zuständigkeiten und Übergangsstrategien durch Betreiber, Fördergeber sowie zuständige Bundes- und EU-Stellen, um Vertrauen, Investitionsbereitschaft und Nutzerakzeptanz nicht weiter zu beschädigen.
Über die Initiative
Die "Initiative H?-Infrastruktur Deutschland" wurde im Dezember 2025 von Frank Stuckstedte gegründet. Sie macht die Auswirkungen von Tankstellenschließungen sichtbar, bündelt Rückmeldungen aus der Praxis und fordert Klarheit zu Zuständigkeiten sowie tragfähige Übergangslösungen für eine verlässliche, nutzerorientierte Infrastruktur. Für Rückfragen steht die Initiative zur Verfügung.
Unter folgendem Link kann die Petition gegen den Rückbau der Wasserstofftankstellen unterstützt werden:
https://www.openpetition.de/zpwdl
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die "Initiative H?-Infrastruktur Deutschland" wurde im Dezember 2025 von Frank Stuckstedte gegründet. Sie macht die Auswirkungen von Tankstellenschließungen sichtbar, bündelt Rückmeldungen aus der Praxis und fordert Klarheit zu Zuständigkeiten sowie tragfähige Übergangslösungen für eine verlässliche, nutzerorientierte Infrastruktur. Für Rückfragen steht die Initiative zur Verfügung.
Unter folgendem Link kann die Petition gegen den Rückbau der Wasserstofftankstellen unterstützt werden:
https://www.openpetition.de/zpwdl
Triftstr. 42, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Datum: 23.01.2026 - 08:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2226283
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Frank Stuckstedte
Stadt:
Rheda-Wiedenbrück
Telefon: 01517010785522
Kategorie:
Energiewirtschaft
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