Epiroc treibt präzisen Rückbau unter Wasser am Antwerpener Europa-Terminal voran

(PresseBox) - Am Europa-Terminal in Antwerpen entsteht derzeit eines der ambitioniertesten wasserbaulichen Projekte Europas: der Bau einer neuen Kaimauer. Ebenso komplex ist der Rückbau der bestehenden Struktur – eine Aufgabe, die dem niederländischen Unternehmen Adex Groep aus Harderwijk übertragen wurde. Zur Bewältigung dieser Herausforderung entwickelte Adex Groep eine spezielle Lösung: einen selbstnivellierenden Ponton, ausgerüstet mit einem 320?Tonnen-Abbruchkran, der treffend den Namen Genius trägt.
Extreme Bedingungen erfordern besondere Lösungen
Die alte Kaimauer erstreckt sich über 1.200 Meter und steht auf 49 massiven Betonkaissons von jeweils 30 Metern Durchmesser und Höhe, von denen die meisten unter Wasser liegen.
„Diese Kaissons, die mit Sand gefüllt und mit Mörtel verstärkt sind, müssen vollständig entfernt werden, da sie die neue Kaimauer behindern“, erklärt Davy Kies, Leiter Technische Dienste bei Adex Groep.
Der Einsatz in der Westerschelde, einem Gebiet mit einem Tidenhub von bis zu sechs Metern, erhöht die Komplexität zusätzlich. Adex Groep passte nahezu die gesamte Ausrüstung an die Gegebenheiten an: verlängerte Ausleger, verlängerte Spundpfähle und ein vollständig modernisierter Ponton mit einem automatischen Nivelliersystem, welches die Lastverteilung über Drucksensoren kontinuierlich überwacht und ausgleicht.
Technologie in großer Wassertiefe
Kernstück des Rückbauprozesses ist der Epiroc HB 7000 Hydraulikhammer, geliefert von SAES International B.V., Epiroc Partner für die Niederlande und Belgien. Der Hammer wurde speziell für Unterwasserarbeiten konfiguriert und kann in Tiefen von bis zu 24 Metern betrieben werden – eine Fähigkeit, die in der Branche selten ist.
Ergänzt wird er durch eine Betonschere am speziell entwickelten „Genius“-Kran, der Bewehrungsbetonblöcke von bis zu einem Kubikmeter Größe abtragen kann.
Leistung im industriellen Maßstab
Der „Genius“-Kran selbst ist ein Beispiel für zirkuläre Konstruktion und besteht zu einem großen Teil aus wiederverwendeten Komponenten.
„Mit zwei Joysticks schneiden oder vibrieren wir täglich bis zu 1.000 Tonnen Beton aus der alten Kaimauer heraus“, berichtet Willem van de Nagel, Maschinenführer und Mitentwickler des Krans.
„Wenn wir pro Kaisson etwa sechs Meter Höhe entfernt haben, beseitigt ein weiterer pontongestützter Kran die Trümmer. Drei Stunden Abbruch bedeuten einen ganzen Tag Aufräumarbeit.“
Präzisionsarbeit unter Wasser
Der Rückbau erfolgt bis 30 Meter unter TAW (dem belgischen Referenzpegel) und erfordert hochentwickelte Positionierungstechnik. Das GPS? und Lasersystem von CT Systems liefert Echtzeitdaten und korrekte Parameter für jedes Anbaugerät, was höchste Genauigkeit in großer Tiefe ermöglicht.
Verlässliche Partnerschaften sichern den Betrieb
SAES übernimmt eine zentrale Rolle als zuverlässiger Partner für Hämmer, Ersatzteile und technischen Support. „Hydraulikhämmer sind leistungsstark, aber Unterwasserarbeiten sind besonders sensibel“, erklärt Kies. „SAES versteht die Komplexität unserer Projekte und reagiert sofort, wenn Unterstützung benötigt wird. Fällt ein Hammer aus, steht immer ein Ersatz bereit.“
Van de Nagel ergänzt: „Mit schweren Abbruchwerkzeugen in 24 Metern Tiefe zu arbeiten, ist nur durch präzise Technik und vertrauensvolle Partnerschaften möglich.“
Ein Projekt, das Maßstäbe setzt
Seit dem Projektstart im August 2023 erzielt Adex Groep beeindruckende Fortschritte im Hafen von Antwerpen. Trotz eines anspruchsvollen Anlaufs und der Mobilisierung hochspezialisierter Ausrüstung überzeugt das Projekt durch technische, logistische und organisatorische Exzellenz im maritimen Bauwesen.
Epiroc ist ein führender weltweiter Produktivitätspartner für die Bau- und Bergbauindustrie und beteiligt sich aktiv an der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Mit modernster Technologie entwickelt und produziert Epiroc innovative, sichere und nachhaltige Bohrausrüstung, Maschinen für Gesteinsgewinnung und Bau sowie Werkzeuge. Das Unternehmen bietet ergänzend dazu erstklassigen Service sowie Lösungen für Automatisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung an. Epiroc hat seinen Hauptsitz in Stockholm, Schweden. Im Jahr 2024 hat das Unternehmen einen Umsatz von 64 Milliarden SEK erzielt und beschäftigt rund 19.000 Mitarbeiter, die mit Leidenschaft Kunden in mehr als 150 Ländern unterstützen und mit ihnen zusammenarbeiten. Erfahren Sie mehr unter www.epirocgroup.com.
Die Attachments Division entwickelt, produziert und vertreibt hydraulische Anbaugeräte und Bodenbearbeitungswerkzeuge für den Bau, Infrastruktur, Rückbau, Recycling, Steinbruch und Bergbau. Die Division bietet auch entsprechende Servicedienstleistungen und hat Produktionsstandorte auf vier verschiedenen Kontinenten. Mehr Informationen finden Sie unter www.epiroc.com.
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Datum: 02.02.2026 - 09:59 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Anja Kaulbach
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