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Kostenschub für die Energiewende

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Silberpreis-Explosion verteuert Photovoltaik-Module


(PresseBox) -  

Während die Nachfrage nach erneuerbaren Energien weltweit ungebrochen ist, braut sich am Rohstoffmarkt ein perfekter Sturm zusammen. Der massiv gestiegene Silberpreis entwickelt sich derzeit zum Preistreiber für die Photovoltaik-Branche. Experten warnen: Die Ära der kontinuierlich sinkenden Modulpreise könnte vorerst unterbrochen werden.

Silber als „Nervensystem“ der Solarzelle

Silber ist weit mehr als ein Edelmetall für den Investmentmarkt oder Schmuck. In der Photovoltaik-Produktion ist es aufgrund seiner unübertroffenen elektrischen Leitfähigkeit essenziell. Es wird in Form von Leitpasten auf die Solarzellen aufgetragen, um den durch Licht erzeugten Strom effizient abzuführen.

Trotz technologischer Fortschritte, die den Silberanteil pro Zelle in den letzten Jahren reduziert haben, bleibt die Branche einer der größten industriellen Abnehmer des Edelmetalls. Da moderne Zelltypen wie TOPCon oder HJT (Heterojunction) teilweise sogar höhere Silbermengen benötigen als ältere Technologien, trifft der aktuelle Preissprung die Hersteller empfindlich.

Warum der Preis jetzt eskaliert

Mehrere Faktoren treiben den Silberpreis derzeit in die Höhe:

Industrielle Nachfrage: Neben der Solarwirtschaft verschlingen auch die E-Mobilität und die 5G-Infrastruktur riesige Mengen Silber.

Angebotsdefizit: Die Minenproduktion stagniert seit Jahren, während der Bedarf exponentiell wächst.

Anlagemarkt: In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten flüchten Investoren verstärkt in Sachwerte wie Silber, was den Preis zusätzlich aufheizt.

Auswirkungen für Endverbraucher und Projektplaner

Für Installateure und Endkunden bedeutet diese Entwicklung ein Ende der preislichen Talfahrt. Branchenexperten rechnen damit, dass die gestiegenen Materialkosten zeitnah an den Markt weitergegeben werden.

„Wir beobachten eine paradoxe Situation: Während die Skaleneffekte in der Produktion die Preise drücken, frisst die Rohstoff-Rallye diese Gewinne wieder auf“, kommentiert ein Analyst der Branche. „Wer den Bau einer PV-Anlage plant, sollte nicht länger auf fallende Preise spekulieren. Das Zeitfenster für günstige Einkaufskonditionen schließt sich gerade.“





Technologische Auswege in Sicht?

Die Forschung arbeitet unter Hochdruck an Alternativen, wie etwa der Verwendung von Kupfer zur Kontaktierung der Zellen (Copper Plating). Diese Verfahren sind jedoch technisch komplex und befinden sich bei vielen Massenherstellern noch in der Pilotphase. Bis zur Marktreife bleibt Silber der unverzichtbare Standard – und damit der entscheidende Kostenfaktor.

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Datum: 10.02.2026 - 16:42 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Sonja Kernstock
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Weißenohe bei Nürnberg


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Kategorie:

Energiewirtschaft


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