Welche Bedeutung die Energiewende für die Industrie spielt
(industrietreff) -
Das Thema der Energiewende ist innerhalb der Industrie längst weit mehr als nur eine Randnotiz. Vielmehr ist es ein Aspekt, der sich auf Faktoren wie Kosten, Planbarkeit und Investitionsentscheidungen auswirkt. Anfang 2026 ist das besonders sichtbar, weil Politik und Markt gleichzeitig an mehreren Stellschrauben drehen. So will der Bund beispielsweise die Übertragungsnetzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro bezuschussen, um die zuletzt gestiegenen Stromkosten zu dämpfen. Parallel dazu soll der neue Industriestrompreis dabei helfen, die energieintensiven Branchen zu entlasten. Zudem verschiebt sich die Stromerzeugung weiter in Richtung der erneuerbaren Energien. So lag deren Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung 2024 bei 62,7 Prozent und sie erzielten somit einen Rekordwert.
Kosten, Wettbewerb und neue Preislogik am Strommarkt
Industrieunternehmen spüren die Energiewende oft zuerst über den Strompreis. Dabei geht es in erster Linie jedoch nicht um dessen Höhe, sondern um das Profil. Denn Wind- und Solarstrom erzeugen mehr Stunden mit niedrigeren Großhandelspreisen, während Engpässe zu Preisspitzen führen können. Umso wichtiger ist es, den Strompreis am Spotmarkt durchgehend im Auge zu behalten, um die Energiebeschaffung strategisch planen zu können und idealerweise von günstigen Preisen zu profitieren.
Parallel dazu bleibt die Lage für energieintensive Betriebe angespannt. Zwar ist der Strompreis in diesem Segment zuletzt stabil gewesen, doch wirken sich die gestiegenen Gaspreise seit 2022, die weit über dem Niveau von zuvor liegen, stark aus. Dies erklärt daher auch, weshalb die Debatten rund um wichtige Entlastungsinstrumente für die Industrie immer häufiger und intensiver angestoßen werden.
Dekarbonisierung wird zum Investitions- und Lieferkettenkriterium
Innerhalb der Industrie wirkt die Energiewende sich nicht nur auf die reine Stromrechnung aus, sondern vielmehr auf ganze Transformationspfade. Hierzu gehören vornehmlich die Elektrifizierung von Prozesswärme, grüner Wasserstoff für Hochtemperaturprozesse oder der Umstieg auf klimafreundlichere Materialien. Hierbei stellt sich zumeist nicht die Frage nach dem Ob, sondern nach dem Wann und wie schnell etwaige Umstellungen vorgenommen werden können.
Hinzu kommen industriepolitische Rahmenwerke in der EU, die den Aufbau von Fertigungskapazitäten für Netto-Null-Technologien beschleunigen sollen. Dabei handelt es sich um saubere Technologien, die Treibhausgasemissionen drastisch reduzieren oder eliminieren, um das anvisierte Klimaziel bis 2050 tatsächlich realisieren zu können - wenngleich
der Erfolg der Energiewende diesbezüglich noch fraglich ist. Für Unternehmen bedeutet dies in der Praxis dennoch, dass sie sich künftig an mehreren Aspekten orientieren sollten. Hierzu gehören insbesondere:
- das Verschieben des Energieverbrauchs in günstige Stunden am Spotmarkt
- eine Diversifizierung der Beschaffungsstrategie
- Faktoren wie Netzanschluss, Leistungspreise und mögliche Entlastungen durch Zuschüsse in Investitionsrechnungen einpreisen
- eine priorisierte Elektrifizierung, wo sie sofort ihre Wirkung entfaltet
- die Prüfung von Transformationsförderungen und EU-Rahmen
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Datum: 26.02.2026 - 13:08 Uhr
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