Quimbaya Gold weitet Porphyr-Ziel in Kolumbien auf 3,1 Kilometer aus– Drohnen-Geophysik schärft Bohrziele
Quimbaya Gold identifiziert großes Porphyr-Ziel auf Tahami Center

(PresseBox) - Quimbaya Gold hat auf der Konzession Tahami Center in Kolumbien eine drohnenbasierte Magnetik- und Radiometrie-Untersuchung abgeschlossen und meldet daraus abgeleitete Hinweise auf ein deutlich größeres Zielgebiet für ein mögliches Kupfer-Porphyr-System. Nach Angaben von Quimbaya Gold (CSE: QIM | OTCQX: QIMGF | FSE: K05) deckte die Messkampagne rund 800 Hektar ab und umfasst jene Zonen, in denen Kartierungen und Probenahmen bereits Oberflächenmerkmale identifiziert hatten, die zu einem Porphyr-Modell passen könnten. Auf Basis der neuen Daten definiert das Unternehmen nun einen aussichtsreichen Oberflächentrend von etwa 3,1 Kilometern Länge und 1,3 Kilometern Breite.
Die Mitteilung ist vor allem deshalb relevant, weil sie die technische Grundlage für ein geplantes erstes Bohrprogramm am Zielgebiet Tahami Center erweitert: Die geophysikalischen Anomalien sollen mit kartierten Alterationsmustern und anomalen Geochemie-Werten für Kupfer, Gold und Molybdän übereinstimmen. Gleichzeitig betont Quimbaya Gold, dass es sich um ein konzeptionelles Interpretationsmodell handelt, das erst durch Bohrungen bestätigt werden kann.
Quimbaya Gold: Magnetik-Anomalien deuten auf Porphyr-Intrusionen
Kern der Auswertung ist ein 3D-Modell der sogenannten Magnetization Vector Intensity (MVI). Quimbaya Gold berichtet von zwei subvertikalen Zonen mit Einfallen nach Südosten, die das Unternehmen als mögliche Porphyr-Intrusionen interpretiert. Diese magnetischen Hochs liegen laut Mitteilung dort, wo an der Oberfläche potassische Alteration, porphyrtypische Gangbildung („veining“) sowie anomale Cu-Au-Mo-Geochemie kartiert wurden.
Solche Zusammenhänge sind im Explorationskontext wichtig, weil magnetische Hochanomalien in Porphyrsystemen häufig mit erhöhtem Magnetitgehalt verknüpft sein können. In vielen Porphyr-Settings tritt Magnetit insbesondere in Bereichen potassischer Alteration auf – ein Bestandteil, der in frühen Entwicklungsstadien als Hinweis auf das geologische Milieu herangezogen wird. Quimbaya Gold ordnet diese Interpretation allerdings ausdrücklich als vorläufig ein: Ohne Diamantbohrungen lasse sich nicht bestätigen, ob die magnetischen Signaturen tatsächlich mit mineralisierten Intrusionen und entsprechenden Alterationszonen zusammenhängen.
Neben den magnetischen Hochs weist das Unternehmen auch auf eine MVI-Niedrig-Anomalie an der südöstlichen Flanke hin. Dort wurde laut Kartierung ein Bereich als „Lithocap“ interpretiert – also eine überlagernde Alterationsdecke, wie sie über Porphyrsystemen auftreten kann. In solchen Zonen kann intensive, „advanced argillic“ Alteration Magnetit zerstören, was sich in einer reduzierten magnetischen Reaktion widerspiegelt. Quimbaya Gold sieht in der räumlichen Übereinstimmung von Lithocap-Kartierung und magnetischem Low ein zusätzliches Element, das ins Gesamtmodell passt.
Zielgebiet Tahami Center wächst: 3,1 km Trend und 1,3 km Breite
Mit der Drohnen-Geophysik grenzt Quimbaya Gold die Ausdehnung der interpretierten Porphyr-bezogenen magnetischen Anomalien nun über etwa 3,1 Kilometer in Nordwest–Südost-Richtung und bis zu 1,3 Kilometer Breite ab. Für die Projektentwicklung bedeutet das: Das Zielgebiet ist nicht nur punktuell, sondern als größerer, zusammenhängender Korridor erkennbar – zumindest aus Sicht der geophysikalischen Signatur.
In der Praxis kann eine solche Größenordnung die Priorisierung künftiger Bohransätze beeinflussen, weil bei großen, kohärenten Systemen die Frage nach den bestmöglichen „Einstiegspunkten“ entscheidend wird: Wo sind Alteration, Struktur und Geochemie so überlagert, dass sich ein erster Bohrtest möglichst effizient ansetzen lässt? Genau diesen Schritt bereitet Quimbaya Gold nun vor.
Das Unternehmen kündigt an, dass die Standorte der Bohrpads für das erste Bohrprogramm („maiden drilling“) erst nach Abschluss und Integration weiterer Datensätze festgelegt werden. Dazu zählen ausstehende Analysen aus Boden-, Gesteins- und Bachsedimentproben, detaillierte geologische Kartierungen sowie eine erste 3D-Modellierung, die Geologie und Geophysik zusammenführt. Diese Arbeiten sollen nach Unternehmensangaben noch im laufenden Monat abgeschlossen werden.
Nächste Schritte: Geochemie, Radiometrie und 3D-Modell als Bohrgrundlage
Quimbaya Gold unterstreicht in der Mitteilung, dass die bisherige Arbeit am Projekt Tahami die technische These stärke: CEO Alexandre P. Boivin verweist auf ein „großes, kohärentes“ magnetisches System im Untergrund, das mit den an der Oberfläche kartierten Merkmalen übereinstimme. Die Aussage zielt auf eine wichtige Explorationslogik ab: Je besser unterschiedliche Datentypen (Kartierung, Geochemie, Geophysik) räumlich miteinander korrelieren, desto klarer lässt sich ein erstes Bohrprogramm begründen – ohne dabei bereits eine Lagerstätte zu behaupten.
Auch Explorationschef Ricardo Sierra, der als „Qualified Person“ genannt wird, geht auf die Interpretation ein und verweist auf geophysikalische Querschnitte und eine Planansicht in rund -700 Metern Elevation, in denen die Korrelation zwischen oberflächennaher porphyrtypischer Mineralisierung und einem projizierten magnetischen Hoch sichtbar sein soll. Gleichzeitig setzt er einen klaren Rahmen: Die Interpretation sei konzeptionell und müsse durch Diamantbohrungen sowie die Einbindung der noch ausstehenden radiometrischen Daten und geochemischen Analysen bestätigt werden.
Für Quimbaya Gold ist die aktuelle Meldung damit vor allem ein technischer Zwischenschritt: Die Drohnen-Geophysik vergrößert und präzisiert das Zielgebiet Tahami Center und liefert Anhaltspunkte, wo ein erstes Bohrprogramm ansetzen könnte. Ob sich hinter den magnetischen Anomalien tatsächlich ein Porphyr-Kupfer-Gold-Molybdän-System mit wirtschaftlich relevanter Mineralisierung verbirgt, bleibt jedoch – wie vom Unternehmen selbst betont – eine Frage, die erst der Bohrkern beantworten kann.
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Datum: 03.03.2026 - 07:29 Uhr
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