Neue Studie untersucht eFuel-Potenzial / Engpässe bei Elektromobilität fördern eFuel-Hochlauf

(ots) - Ab 2046 könnten fossile Kraftstoffe in der EU vollständig durch erneuerbare Kraftstoffe ersetzt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie der eFuel Alliance und Porsche Consulting. Die Studie hat unter anderem das Potenzial von eFuels für den europäischen Verkehrssektor untersucht. Das Ergebnis beruht auf einer Analyse der Engpässe aller Antriebstechnologien. Über 500 Wasserstoff und eFuels-Projekte sind weltweit angekündigt, mehr als 120 Unternehmen wollen die Produktion von eFuels bis 2030 hochfahren. eFuels sind erneuerbare Kraftstoffe, hergestellt aus grünem Strom, Wasser und CO2 aus Luft, und sind neben der Elektromobilität grundlegend für einen klimaneutralen Verkehr und in der Industrie.
Als Basis der Untersuchung dient eine Folgenabschätzung der EU-Kommission für die Klimaziele 2040. Die EU-Kommission geht davon aus, dass 2040 noch rund 37 % der PKW, 62 % der LKW und mehr als 80 % der Schiffe und Flugzeuge auf flüssige Kraftstoffe angewiesen sein werden.
Trotz des Hochlaufs der Elektromobilität wird über die Hälfte des Energiebedarfs im Jahr 2050 mit flüssigen Kraftstoffen gedeckt. Die Studie untersucht diesen Bedarf auf Basis von industriellen Engpässen bei Elektromobilität, eFuels und Wasserstoff. Die Engpass-Analyse verdeutlicht, dass die von der EU prognostizierten Szenarien für den Hochlauf der Elektromobilität kurzfristig aufgrund von zu geringen Verfügbarkeiten bestimmter Rohstoffe, wie zum Beispiel Nickel oder Lithium, sowie langfristig wegen mangelnden Ausbau des Stromnetzes nicht realistisch sind. Der Bedarf an flüssigen Kraftstoffen im gesamten Verkehrssektor ist ab 2040 damit noch größer als von der EU-Kommission angenommen und gefährdet das Erreichen der Klimaziele.
Wird das volle industrielle Potenzial ausgeschöpft, könnte der EU-Markt für eFuels bis 2045 ein Volumen von mehr als 200 Milliarden Litern Benzinäquivalent erreichen. Das Potenzial ist damit größer als die benötigte Nachfrage nach erneuerbarem Kraftstoff in der EU. Eine Verteilproblematik zwischen Luft- und Schifffahrt sowie dem Straßenverkehr bestünde nicht. Die Studie geht davon aus, dass bei voller Produktion auch der Bestand mit eFuels betankt werden kann. Damit können die Klimaziele trotz verlangsamten Hochlaufs der Elektromobilität erreicht werden.
"Gelingt der EU die Elektromobilität wie geplant auszurollen, kann unsere Industrie fossile Kraftstoffe noch vor 2050 aus dem Markt verdrängen. Airlines, Reedereien und Autofahrer müssen keine Verteilkämpfe fürchten. Bezahlbar werden eFuels durch die industrielle Produktion und die erreichen wir bis 2045, wenn die Politik das ermöglicht. Unsere Industrie steht bereit", sagt Ralf Diemer, Hauptgeschäftsführer der eFuel Alliance.
Rund 300 Projekte wollen eFuels für den Verkehrssektor herstellen. Die anderen 200 Projekte konzentrieren sich auf Industrieanwendungen. Bis 2030 könnten Verkehrsprojekte rund 20 Mrd. Liter produzieren. Mehr als 80 Prozent der angekündigten Projekte plant eMethanol zu produzieren. eMethanol gilt als Plattformkraftstoff und lässt sich über alle vier Mobilitätssegmente nutzen. Diese Vielseitigkeit macht eMethanol attraktiv.
"Entscheidend für den Erfolg ist die Finanzierung. Nur sechs Prozent der 300 Projekte haben eine finale Investmententscheidung. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage muss durch verlässliche Regulatorik geschlossen werden. Ob eFuels ihr volles Potenzial entfalten, steht und fällt mit den richtigen politischen Entscheidungen", mahnt Diemer.
In der Luft- und Schifffahrt sind eFuels die einzige massentaugliche Alternative für fossile Kraftstoffe. Im Straßenverkehr, besonders für Fahrzeuge aus dem Bestand, bieten sie Verbrauchern neben der Elektromobilität eine weitere Lösung. In der Industrie können sie als klimafreundlicher Rohstoff eingesetzt werden. Entscheidend für den Erfolg ist, die Finanzierungen der Projekte zu sichern.
Um die notwendigen Investitionen freizusetzen, sind drei Hebel entscheidend:
1. Nachfrage anreizen: hohe eFuel-Quoten mit langfristigem Planungshorizont und Berücksichtigung des Straßenverkehrs in der Regulatorik.
2. Hürden beseitigen: Pragmatische Produktionsstandards, Strombezug vereinfachen und industrielle CO2-Quellen für die Produktion ermöglichen.
3. Fiskalische Instrumente einsetzen: Energiesteuer reformieren, EU Innovation Fund und European Hydrogen Bank stärken, EU-ETS Umsätze für Luft- und Schifffahrt nutzen.
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Datum: 18.03.2026 - 08:59 Uhr
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