Neue Gasprojekte überall in Deutschland in ungeahntem Ausmaß: Online-Karte macht erstmals fossile Pläne der Bundesregierung sichtbar

(ots) -
- Interaktive Deutschlandkarte: Beyond Fossil Fuels, BUND, Deutsche Umwelthilfe, Fridays for Future, FragDenStaat, Gaswende, Greenpeace, Klimawende Köln und urgewald zeigen neu geplante Gaskraftwerke, LNG-Terminals, Pipelines, Bohrungen und Co.
- Pläne von Energieministerin Reiche würden Abhängigkeit von fossilem Gas auf Jahre zementieren und Energiewende torpedieren
- Organisationen rufen unter dem Motto "Gemeinsam gegen Gas" zu bundesweiter Vernetzung und gemeinsamem Protest auf, um neue fossile Projekte zu stoppen
Die Umweltschutzorganisationen Beyond Fossil Fuels, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Fridays for Future, FragDenStaat, Gaswende, Greenpeace, Klimawende Köln und urgewald kündigen unter dem Motto "Gemeinsam Gegen Gas" an, übertriebene neu geplante fossile Gasinfrastruktur in Deutschland zu verhindern. Den Weg dafür bereiten sie mit einer interaktiven Karte, die erstmals den massiven und intransparenten Ausbau fossiler Gasinfrastruktur in vollem Umfang sichtbar macht - von neuen Gaskraftwerken über LNG-Terminals bis hin zu Pipelines und Gasbohrungen. Engagierte und Betroffene können sich damit ab sofort informieren, vernetzen und gemeinsam protestieren.
Die Bundesregierung treibt derzeit zahlreiche fossile Infrastrukturvorhaben voran, ohne transparent darüber zu informieren. Die Pläne gefährden die Klimaziele, machen abhängig von autokratischen Regimen und drohen, die Energiekosten für viele Menschen in die Höhe zu treiben. Die Organisationen fordern einen sofortigen Stopp neuer Gasprojekte und einen konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Seit Amtsantritt treibt Wirtschaftsministerin Reiche den Ausbau fossiler Infrastruktur voran und behindert die Energiewende. Bis 2031 will die Bundesregierung Leistung in Höhe von 12 Gigawatt zubauen, davon 10 allein für Gaskraftwerke. Obwohl Alternativen längst auf dem Tisch liegen, werden Milliarden in Infrastruktur gelenkt, die die Klimakrise verschärfen und die Transformation blockieren. Wir fordern die Bundesregierung auf, jetzt umzusteuern und endlich die Erneuerbaren konsequent voranzubringen - für Klimaschutz und Energieunabhängigkeit."
Moritz Leiner, Energie-Campaigner bei urgewald: "Fossile Konzerne wie RWE, EPH, Uniper, EnBW und Siemens Energy üben massiven Druck auf die Bundesregierung aus, um staatliche Subventionen für neue Gaskraftwerke zu sichern. Statt diesen teuren fossilen Backlash zu unterstützen, sollte Ministerin Reiche den Ausbau eines erneuerbaren und global gerechten Energiesystems voranbringen."
Mika Schachenmayr, Sprecher von Fridays for Future: "Überall im Land gibt es Menschen, die sich gegen den neuen Gasrausch der Bundesregierung wehren. Wir bringen diese Kämpfe zusammen. Unsere Karte vernetzt lokale Initiativen und macht Widerstand sichtbar. Bundesweit und vor Ort ist sie Werkzeug für Aufklärung, Vernetzung und Protest."
Hintergrund:
Die Karte basiert auf aktuellen Daten zum Ausbau fossiler Infrastruktur von urgewalds "Global Oil & Gas Exit List" (GOGEL) und Beyond Fossil Fuels "European Gas Plant Database".
Link:
Karte und weitere Informationen: https://gemeinsam-gegen-gas.de/
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
0160 90354509, mueller-kraenner(at)duh.de
Moritz Leiner, Energie-Campaigner urgewald
moritz.leiner(at)urgewald.org
Mika Schachmayr, Sprecher Fridays for Future
mika.schachenmayr(at)gmail.com
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse(at)duh.de
www.duh.de
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Datum: 15.04.2026 - 05:00 Uhr
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