Gelungene Veranstaltung„Mobilität der Zukunft – Mobilitätswende im ÖPNV“ in Blomberg

(PresseBox) - Mehr als 70 Teilnehmer trafen sich am 16. April 2026 in Blomberg im All Electric Society Park von Phoenix Contact, um sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „All Electric Society Insights“ über die Zukunft des Öffentlichen Nahverkehrs im städtischen und ländlichen Raum auszutauschen.
An die Begrüßung und Vorstellung des Unternehmens mit seiner strategischen Ausrichtung durch Ulrich Leidecker, dem Sprecher der Geschäftsführung von Phoenix Contact, schlossen sich informative Vorträge rund um die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs an.
Jonathan Brehm, Geschäftsführer Neue Mobilität (NeMo) Paderborn, hatte nicht nur einen Prototypen des innovativen Konzepts mitgebracht, sondern veranschaulichte, wie komplex die Aufgabenstellung ist, neue Wege im Öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum konsequent zu denken. NeMo arbeitet nicht nur an der Fahrzeugentwicklung der elektrischen und vollautonomen kleinen Verkehrskapseln, sondern auch an deren Energieversorgung, der sinnvollen Routenplanung bis hin zu Abrechnungsmodellen für die Nutzenden. Ein Partner des Projekts ist Phoenix Contact.
Der Geschäftsführer der eMobility-Sparte von Phoenix Contact, Michael Heinemann, erläuterte im Anschluss die Möglichkeiten, aber auch die Notwendigkeit, den öffentlichen Nahverkehr zu elektrifizieren. Denn mehr als ein Drittel der weltweiten verfügbaren Energieressourcen wird durch Mobilität verbraucht. Davon gehen drei Viertel in den Straßenverkehr. Bis 2035 muss laut einer EU-Richtlinie der gesamte öffentliche Nahverkehr emissionsfrei und elektrifiziert sein. In Deutschland betrifft das rund 35.000 Stadtbusse.
Wie das in der Praxis umgesetzt wird, erläuterte der Geschäftsführer der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe, Achim Oberwöhrmeier. Da sowohl die Anschaffung als auch die Fertigstellung der nötigen Ladeinfrastruktur für große Busunternehmen viel zu lange dauern würde, ging die kommunale Einrichtung neue Wege und schaffte 39 eigene Busse an. Die lokalen Busunternehmen, die mit der KVG-Lippe zusammenarbeiten, realisieren die jeweiligen Fahrtstrecken. Oberwöhrmeier rechnete vor, dass schon nach 75000 Kilometern Fahrleistung pro Jahr ein Elektrobus im ländlichen Raum den Break Even, also den Sprung in die Gewinnzone, erreichen würde. Und Einbezug der höheren Dieselpreisen noch eher.
Dass dies nicht nur für den ländlichen Raum rund um Lippe zutrifft, schilderte Professorin Barbara Lenz, Verkehrsforscherin und Mobilitätsexpertin aus Stuttgart. Sie wies daraufhin, dass es gerade im ländlichen Raum wichtig sei, die Rolle des Öffentlichen Nahverkehrs zu stärken. Rund 40, im Kreis Lippe fast 50 Prozent aller Wege, die alle Verkehrsteilnehmenden täglich zurücklegen, werden mit dem eigenen Pkw bewältigt. Auch wenn die Anzahl der Elektrofahrzeuge auf mehr als anderthalb Millionen bei einem Gesamtfahrzeugbestand von 49 Millionen Pkw gestiegen sei, sei dies viel zu viel, um aus der Mobilitätswende eine Klimawende zu machen. Nur mit einem attraktiveren ÖPNV sei dies zu erreichen.
Hilfreich sei nicht nur eine höchstmögliche Standardisierung, sondern vielmehr neue angepasste Verkehrsmittel, erklärte Nicolas Amacker vom Busbauunternehmen Carrosserie Hess aus der Schweiz. Der Ingenieur berichtete, welche Erfahrungen das international tätige Unternehmen in verschiedenen Regionen und Topografien gemacht hat. Eine bessere Ladeinfrastruktur sorge für mehr Leistung, mehr Lebensdauer und damit eine deutlich höhere Effizienz der Busse insgesamt.
Ein innovatives Konzept für die Schiene zeigten Thorsten Försterling und Professor Thomas Schulte mit MonoCab, einem Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Lippe. Per Kreisel und Ausgleichsgewichten wird dabei einem autonom fahrenden Mini-Schienenfahrzeug mit sechs Sitzplätzen so viel Balance antrainiert, dass für die Fortbewegung eine Schiene genügt. Das sichere auch auf alten Bahnstrecken die Möglichkeit, dass diese elektrifizierten Einheiten aneinander vorbeifahren können und auf beiden Richtungen Verkehr möglich sei.
Die Veranstaltung schloss mit dem Fazit, dass man nur gemeinsam der Energiewende ein Stück näherkomme.
Die nächste „All Electric Society Insights”-Veranstaltung findet am 15. Oktober 2026 statt. Dann geht es um „Industrielle Energiesysteme der Zukunft.“ Partner der Veranstaltung ist das Institut für Energieforschung.
Unter einer globalen Dachmarke bietet Phoenix Contact innovative Produkte, Lösungen und Digitalisierungskompetenzen für die Elektrifizierung, Vernetzung und Automatisierung aller Sektoren von Wirtschaft und Infrastruktur. Damit befähigt das Familienunternehmen die Industrie und die Gesellschaft bei der Transformation in eine nachhaltige Welt mit langfristigen Wachstumsperspektiven für alle. Das Kerngeschäft ist in drei Geschäftsbereichen organisiert. In neuen Geschäftsfeldern werden auch jenseits des Kerngeschäfts Potenziale der Digitalisierung, Elektrifizierung und der veränderten Mobilität erschlossen.
Phoenix Contact beschäftigt heute rund 21.000 Mitarbeitende und hat in 2024 einen Umsatz von 3,0 Mrd. Euro erwirtschaftet. Weltweit wird in einem Fertigungsnetzwerk in neun Ländern mit unterschiedlich hoher Fertigungstiefe produziert. Zur Phoenix Contact-Gruppe gehören weltweit mehr als 50 Vertriebsgesellschaften, welche die Nähe zu den Märkten und den Kunden sicherstellen.
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Unter einer globalen Dachmarke bietet Phoenix Contact innovative Produkte, Lösungen und Digitalisierungskompetenzen für die Elektrifizierung, Vernetzung und Automatisierung aller Sektoren von Wirtschaft und Infrastruktur. Damit befähigt das Familienunternehmen die Industrie und die Gesellschaft bei der Transformation in eine nachhaltige Welt mit langfristigen Wachstumsperspektiven für alle. Das Kerngeschäft ist in drei Geschäftsbereichen organisiert. In neuen Geschäftsfeldern werden auch jenseits des Kerngeschäfts Potenziale der Digitalisierung, Elektrifizierung und der veränderten Mobilität erschlossen.
Phoenix Contact beschäftigt heute rund 21.000 Mitarbeitende und hat in 2024 einen Umsatz von 3,0 Mrd. Euro erwirtschaftet. Weltweit wird in einem Fertigungsnetzwerk in neun Ländern mit unterschiedlich hoher Fertigungstiefe produziert. Zur Phoenix Contact-Gruppe gehören weltweit mehr als 50 Vertriebsgesellschaften, welche die Nähe zu den Märkten und den Kunden sicherstellen.
Datum: 20.04.2026 - 12:05 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Eva von der Weppen
Stadt:
Blomberg
Telefon: +49 (5235) 3-41713
Kategorie:
Elektro- und Elektronik
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