Deutschlands Mittelstand fordert mehr wirtschaftliche Realität und weniger politische Theorie
Politik und Mittelstand im Dialog: Bornemann Gewindetechnik diskutiert mit dem Wirtschaftsrat der CDU und Sebastian Lechner über Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Verantwortung

(industrietreff) - Delligsen, 21.04.2026. Die Bornemann Gewindetechnik GmbH & Co. KG begrüßte am Dienstag, den 21.04.2026, den Wirtschaftsrat der CDU e.V. gemeinsam mit Sebastian Lechner, Landesvorsitzender der CDU Niedersachsen und Mitglied des Niedersächsischen Landtags, zu einem wirtschaftspolitischen Austausch am Unternehmensstandort in Delligsen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die aktuellen Herausforderungen für den industriellen Mittelstand sowie die Frage, wie Deutschland seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern kann.
Moritz von Soden, Geschäftsführer von Bornemann Gewindetechnik, machte in seiner Begrüßung deutlich, dass der direkte Austausch zwischen Politik und Wirtschaft gerade in der aktuellen Lage besonders wichtig sei. Wirtschaftliche Realität entscheide sich nicht in Talkshows oder Ministerien, sondern Tag für Tag in Betrieben, Werkhallen, Büros und auf Baustellen.
Bornemann Gewindetechnik steht exemplarisch für einen familiengeführten industriellen Mittelständler, der Tradition, Verantwortung und technologische Weiterentwicklung miteinander verbindet. Das Unternehmen fertigt in Delligsen hochpräzise, kundenspezifische Gewindekomponenten für extreme industrielle Anwendungen. Dazu gehören Gewindespindeln, Trapezgewinde und Sondergewinde, die dort eingesetzt werden, wo Standardlösungen nicht ausreichen und Präzision, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit entscheidend sind.
Die Produkte von Bornemann kommen unter anderem in Offshore-Anlagen, Energieprojekten, Satellitentechnik, Sondermaschinen, Nukleartechnik, Medizintechnik, Bahntechnik und im internationalen Maschinenbau zum Einsatz. Was in Delligsen entsteht, wird heute in 57 Länder geliefert. Diese internationale Ausrichtung prägt auch den Blick des Unternehmens auf den Wirtschaftsstandort Deutschland: Wer täglich im weltweiten Wettbewerb steht, spürt sehr genau, wo Deutschland stark ist – und wo Unternehmen durch Bürokratie, hohe Kosten, langsame Verfahren oder unzureichende Rahmenbedingungen ausgebremst werden.
Deutschland braucht mehr Umsetzung
Ein zentraler Punkt des Austauschs war die Frage, warum Deutschland bei vielen wirtschaftspolitischen Themen zwar über ausreichend Erkenntnis verfügt, aber zu selten in die konkrete Umsetzung kommt. Seit Jahren werde über Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau, Fachkräftemangel, Digitalisierung, Investitionen und Energiepreise diskutiert. Aus Sicht vieler Unternehmerinnen und Unternehmer fehlt es nicht an Problembewusstsein, sondern an konsequentem Handeln.
Moritz von Soden machte deutlich, dass viele mittelständische Unternehmen heute nicht wegen der Rahmenbedingungen wachsen, sondern trotz der Rahmenbedingungen. Diese Perspektive bringt er auch über den eigenen Betrieb hinaus in wirtschaftspolitische Debatten ein: Als Mitglied des Mittelstandsbeirats beim Bundeswirtschaftsministerium vertritt von Soden dort regelmäßig Themen aus der konkreten Praxis mittelständischer Industrieunternehmen – darunter Produktivität, Bürokratieabbau, Digitalisierung, Fachkräftesicherung, Investitionsfähigkeit und die Zukunft industrieller Wertschöpfung in Deutschland.
Dabei gehe es nicht darum, die Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschland schlechtzureden. Im Gegenteil: Der deutsche Mittelstand verfüge über enorme technische Kompetenz, gut ausgebildete Fachkräfte, Innovationskraft und internationale Reputation. Diese Stärken könnten jedoch nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn politische Rahmenbedingungen Investitionen, Produktivität und unternehmerische Initiative erleichtern, statt sie zusätzlich zu belasten.
Produktivität, Digitalisierung und Fachkräfte zusammendenken
Ein Schwerpunkt der Diskussion lag auf der nachlassenden Produktivitätsdynamik in Deutschland. Aus Sicht von Bornemann entsteht nachhaltiger Wohlstand nicht in erster Linie durch mehr Arbeitsstunden, sondern durch mehr Wertschöpfung pro Stunde. Produktivität entsteht in industriellen Unternehmen durch Technologie, bessere Prozesse, Investitionen, Qualifikation und weniger Reibungsverluste.
Bei Bornemann zeigt sich dies konkret in der Fertigung hochpräziser Gewindespindeln, Trapezgewinde und Sondergewinde. Dort entscheiden stabile Prozesse, moderne Maschinen, digitale Produktionsplanung, automatisierte Abläufe und saubere Qualitätskontrolle darüber, ob komplexe Kundenanforderungen zuverlässig erfüllt werden können.
Bornemann Gewindetechnik investiert seit Jahren in Digitalisierung, Automatisierung und technologische Weiterentwicklung. Digitale Systeme spielen in Produktionsplanung, Fertigungssteuerung, Qualitätskontrolle, Dokumentation, Kundenkommunikation und Verwaltung eine zunehmend wichtige Rolle. Ziel ist es, industrielle Prozesse robuster, effizienter und präziser zu machen.
Gleichzeitig wurde im Austausch deutlich: Digitalisierung ersetzt nicht die Erfahrung der Fachkräfte. Sie verstärkt deren Wirkung. Das Erfahrungswissen in Fertigung, Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung und Konstruktion bleibt unverzichtbar. Moderne digitale Werkzeuge helfen jedoch, dieses Wissen besser verfügbar zu machen, Fehlerquellen zu reduzieren und Abläufe effizienter zu gestalten.
Digitale Souveränität als unternehmerische Verantwortung
Ein weiterer wichtiger Punkt war die digitale Souveränität. Viele Unternehmen hängen heute stark an wenigen internationalen Software- und Cloudanbietern. Das ist im Alltag bequem, kann aber langfristig riskant werden.
Für Bornemann ist digitale Souveränität deshalb kein abstraktes politisches Schlagwort. Je stärker ein Unternehmen seine Prozesse digitalisiert, desto abhängiger wird es von Softwareplattformen, Schnittstellen, Cloud-Diensten, Datenstrukturen und externen Systemanbietern. Gerade ein Unternehmen, das konsequent in digitale Prozesse investiert, muss deshalb auch die Frage stellen, wie es langfristig handlungsfähig bleibt.
Aus Sicht von Moritz von Soden geht es dabei nicht um Abschottung, sondern um Handlungsfähigkeit. Digitale Souveränität bedeutet, kritische Abhängigkeiten zu kennen, Daten verfügbar und portabel zu halten, Alternativen zu prüfen und für zentrale Systeme Exit-Fähigkeit aufzubauen. Exit-Fähigkeit sei kein Misstrauen gegenüber bestehenden Partnern, sondern unternehmerische Verantwortung.
Vor diesem Hintergrund wurde auch darauf verwiesen, dass digitale Souveränität ein zentrales Thema des Digitalrats Niedersachsen ist, der am 6. Mai ebenfalls bei Bornemann Gewindetechnik in Delligsen tagt.
Energiepolitik, Qualifizierung und Verlässlichkeit
Auch die Energiepolitik war Gegenstand des Austauschs. Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiepreise sind für produzierende Unternehmen zentrale Voraussetzungen für Investitionen, Produktion und Beschäftigung. Zugleich warnte von Soden davor, neue Strukturen zu schaffen, die Staat und Unternehmen über Jahrzehnte an Lösungen binden, die langfristig möglicherweise nicht tragfähig sind. Deutschland brauche Brücken, aber keine neuen Sackgassen. Notwendig seien technologieoffene Investitionen in erneuerbare Energien, Speicher, Netze und Innovation.
Ein weiterer Impuls betraf den Umgang mit konjunkturell schwächeren Phasen. Wenn Unternehmen weniger Auslastung haben, sollten freie Kapazitäten stärker für Weiterbildung und Qualifizierung genutzt werden können – praxisnah, direkt im Betrieb, an modernen Maschinen und mit erfahrenen Fachkräften. Eine solche Verbindung von Kurzarbeit und Qualifizierung könne dazu beitragen, nicht nur den Mangel zu verwalten, sondern die Fähigkeiten der Beschäftigten und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken.
Der Austausch mit dem Wirtschaftsrat der CDU und Sebastian Lechner machte deutlich, dass der Mittelstand vor allem Tempo, weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise, Investitionsanreize und Verlässlichkeit braucht. Für Bornemann Gewindetechnik ist ein starker Mittelstand die Grundlage für Arbeitsplätze, Ausbildung, Innovation und regionale Stabilität.
Mittelstand als tragendes Fundament
Bornemann Gewindetechnik sieht sich als Teil dieses industriellen Fundaments. Das Unternehmen verbindet familiengeführte Verantwortung mit technologischer Spezialisierung, internationaler Kundenorientierung, digitaler Prozessentwicklung und hoher Fertigungskompetenz.
Der Besuch des Wirtschaftsrats der CDU und von Sebastian Lechner war deshalb mehr als ein politischer Termin. Er war ein konkreter Dialog darüber, was industrielle Unternehmen in Deutschland brauchen, um auch in Zukunft investieren, ausbilden, innovieren und international wettbewerbsfähig bleiben zu können.
Der Mittelstand ist nicht irgendein Wirtschaftsbereich. Er ist das tragende Fundament unseres Landes.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Bornemann Gewindetechnik GmbH & Co. KG ist ein international tätiges, inhabergeführtes Familienunternehmen mit Sitz in Delligsen. Das Unternehmen fertigt hochpräzise, kundenspezifische Gewindespindeln, Trapezgewinde und Sondergewinde aus anspruchsvollen Materialien. Kunden aus Offshore-Technik, Oil & Gas, Windkraft, Nuklearenergie, Medizintechnik, Bahntechnik, Wehrtechnik, Schiffbau und dem allgemeinen Maschinenbau vertrauen auf Bornemann, wenn es um hohe Sicherheits-, Präzisions- und Qualitätsanforderungen geht.
Mit moderner Fertigungstechnologie, intensiver Forschungsarbeit, digitaler Prozesssteuerung und ausgeprägter Kundenorientierung zählt Bornemann zu den spezialisierten Anbietern im Bereich der Gewindetechnik – Made in Germany.
Bornemann Gewindetechnik GmbH & Co. KG
Klus 3, 31073 Delligsen
Telefon: +49 (0) 5187 – 94 22 0
E-Mail: info(at)bornemann.de
Bornemann Gewindetechnik GmbH & Co. KG
Klus 3, 31073 Delligsen
Jona Post, Marketing
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E-Mail: j.post(at)bornemann.de
Datum: 13.05.2026 - 10:47 Uhr
Sprache: Deutsch
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