Miningscout.de: Kehrtwende in der Energiepolitik: Wird Neuseeland das neue Norwegen-
(PresseBox) - Neuseelands Regierung hat sich für LNG-Terminals entschieden, um Versorgungsrisiken und Preisvolatilität auf dem verknappten Gasmarkt abzufedern. Nach dem Wegfall des Öl- und Gasexplorationsverbots im vergangenen Jahr zeigt die inländische Produktion nach Jahren des Verfalls wieder erste Lebenszeichen.
Der neuseeländische Ölproduzent Monumental Energy (ISIN: CA61534D1087, WKN: A3EYZW) setzt auf modernste chemische Verfahren, um die täglichen Fördermengen im Taranaki-Becken, dem einzigen produzierenden Sedimentbecken Neuseelands, zu stabilisieren. Dabei setzt man auf Expertise aus den USA: Ein texanisches Unternehmen wurde mit der Entwicklung einer chemischen Formel beauftragt.
Die Chemikalie soll die Bildung von Kristallgittern verhindern: Wenn Rohöl abkühlt, beginnen die darin enthaltenen Paraffine auszukristallisieren. Diese Kristalle vernetzen sich zu einem dreidimensionalen Netzwerk und verfestigen das Öl. Die Chemikalie lagert sich an die wachsenden Paraffinkristalle an, stört ihre geordnete Struktur und verhindert so die Verbindung zu einem starren Gitter.
Know-how aus Texas für stabile Ölproduktion in Neuseeland
Dadurch bleibt das Öl auch bei Temperaturen unterhalb des ursprünglichen Trübungspunkts fließfähig. „Durch das Einbringen dieser Chemikalie in das Bohrloch wird zudem die Bildung von weniger Wachsablagerungen an Pumpen und anderen Bauteilen reduziert, was zu besseren und höheren Förderraten und einer optimierten Feldnutzung führt“, sagt Monumental Energy CEO Maximilian Sali.
Die Energieversorgung ist eines der am meisten diskutierten Themen in Neuseeland. Die Regierung will noch vor den Wahlen im November einen Vertrag über das erste LNG-Importterminal des Landes abschließen. Dadurch will der Inselstaat eine zuverlässige und erschwingliche Alternative zu Elektrizität aus erneuerbaren Quellen schaffen.
Das Vergabeverfahren läuft bereits. Energieminister Simeon Brown verweist darauf, dass Neuseeland alle vier Jahre ein Dürrejahr erlebe. „Wenn wir das Gas nicht im Inland fördern können, brauchen wir es woanders. Wir sehen es als Versicherung gegen das Risiko eines Dürrejahres; es geht um Widerstandsfähigkeit, Zuverlässigkeit und auch um Bezahlbarkeit.“
Neuseeland ist stark von Wasserkraft abhängig und daher in Dürrejahren, in denen es kaum regnet oder schneit und die Seen nicht gefüllt werden, besonders anfällig. Die Schwankungen der Strompreise im Land sind extrem. So kostete eine MWh laut der neuseeländischen Elektrizitätsbehörde im August 2024 im Gebiet Upper South Island knapp 530 NZD. Im folgenden Januar fiel der Preis auf knapp 22 NZD, um dann im April wieder auf 354 NZD zu steigen.
Auf dem Erdgasmarkt ist der Inselstaat weitgehend isoliert. In den letzten beiden Jahren stiegen die Preise deshalb auf Rekordniveaus jenseits von 30 USD je 1000 Kubikfuß.
LNG-Terminal und Aufhebung des Explorationsverbots: Neuseelands Kehrtwende
Brown zufolge ist der LNG-Importplan die einzige Lösung, die schnell umgesetzt werden kann und in nur wenigen Jahren einsatzbereit ist, falls sich das trockene Jahr 2024 wiederholen sollte. Gas sei für den angestrebten Übergang zu erneuerbaren Energiequellen unverzichtbar, ohne verlässliche Versorgung drohe dem Land die Deindustrialisierung.
Dieser Sichtweise schließt sich John Carnegie, Geschäftsführer von Energy Resources Aotearoa, einem Branchenverband, der energieintensive Unternehmen vertritt, unumwunden an. Demnach „schwindet Neuseelands Gasversorgung schwindet schneller, als viele Unternehmen sich anpassen können“. Diese Entwicklung geht maßgeblich auf das 2018 durch die Labour-Vorgängerregierung unter Jacinda Ardern erlassene Explorationsverbot für Öl und Gas zurück. Im Juli 2025 stimmte die regierende Koalition für die Aufhebung des Verbots. „Das Verbot sendete ein erschreckendes Signal an die Investorengemeinschaft, indem es die Exploration stoppte, die die Grundlage unserer Energiesicherheit bildet, und direkt zu den Angebotsengpässen und der Preisvolatilität führte, die wir heute erleben“, sagte Klimaminister Simon Watts damals.
Die Aufhebung des Verbots war einer von mehreren Bestandteilen einer regelrechten Kehrtwende in der Energiepolitik. Im Mai 2025 hatte die Koalition bereits 200 Mio. NZD für die Gasexploration im Haushalt reserviert, im Juni folgte der Austritt des Landes aus der „Beyond Oil and Gas Alliance.“
Erdgasreserven im freien Fall
Die Entscheidungen sind eine Reaktion auf Verknappung und Preisvolatilität - und auf die infolge des früheren Verbots schwindenden Reserven. Im Mai veröffentlichte das neuseeländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung (MBIE) bedrohlich klingende Daten. Die Erdgasreserven sind im Jahresvergleich um 23 % gesunken und erreichten zum 1. Januar 2026 nur noch 731 Petajoule (PJ) (gegenüber 948 Petajoule zum 1. Januar 2025). Bereits im Vorjahr hatte es einen Rückgang um 27 % gegeben.
John Carnegie zieht eine ernüchternde Bilanz: „Unser Energiesystem steht nun vor kritischen Engpässen, die die Sicherheit und Bezahlbarkeit von Gas und Strom sowie die Existenzgrundlage vieler Gaskunden gefährden.“ Die Reservedaten zeigten, wie dringend es ist, über die bloße Wiedereröffnung von Erdölbecken hinauszugehen und Investoren aktiv zur Exploration zu ermutigen.
Er sieht in einer Steigerung der inländischen Erdgasversorgung die beste Option zur Schließung von Neuseelands Energielücke. LNG stelle die notwendige Reserve dar. Langfristig sieht Carnegie mehr Potenzial für die Öl- und Gasindustrie des Landes. Sie könne „von einem kurzfristigen Fokus auf das wirtschaftliche Überleben hin zur Sicherung unseres zukünftigen wirtschaftlichen Wohlstands“ führen – so wie etwa in Norwegen.
Explorationsverbot wirkt nach – erste Anzeichen für Wiederbelebung
Das Explorationsverbot wird lange nachwirken. Erste Anzeichen für eine Wiederbelebung gibt es jedoch: Mehrere neue Genehmigungsanträge und geplante Unternehmensübernahmen signalisieren eine Rückkehr des Vertrauens.
Monumental Energy ist daher zuversichtlich, ein Teil der neuseeländischen Öl- und Gaszukunft zu sein. Das Unternehmen hat sich auf die Finanzierung sogenannter Workovers, also die Überholung bestehender Öl- und Gasbohrlöcher spezialisiert. Umgesetzt werden die Arbeiten durch den operativen Partner New Zealand Energy (ISIN: CA6501583067, WKN: A3EW4T), dessen drittgrößter Aktionär Monumental ist.
Monumental erhält nach der Wiederaufnahme der Produktion in einem Bohrloch zunächst einen Großteil der Nettoerlöse. Bereits in Produktion sind Ngaere 1 und 2, Waihapa H1 sowie Copper Moki 2. Im zweiten Halbjahr 2026 sollen weitere Projekte wie Ngaere 3, Waihapa 4 und Toko 2B folgen.
Neuseeland setzt die Kehrtwende in der Energiepolitik fort und Monumental Energy scheint für diese Entwicklung bestens positioniert. Der dortige Gasmarkt bleibt auf absehbare Zeit anfällig für Engpässe, bis LNG fließt, können Jahre vergehen. Das Unternehmen gehört beim Wiederhochfahren der Inlandsproduktion zu den „Early Birds.“ Jeder Produktionsstart von weiteren Bohrlöchern sollte dem zuletzt korrigierten Aktienkurs deshalb wieder neuen Schwung verleihen können.
Weitere Informationen zu Monumental Energy finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:
https://www.miningscout.de/minenaktien/monumental-energy-corp/
Unternehmen: Monumental Energy Corp
TSXV: MNRG
WKN: A3EYZW
ISIN: CA61534D1087
Webseite: www.monumental.energy
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