Biologische Entschwefelung in Biogasanlagen: Definierte Luftzufuhr als Prozesslösung
Wenn Schwefelwasserstoff im Biogas biologisch reduziert werden soll, müssen Luftvolumenstrom, Überdruck, Einbringstelle, Betriebsweise, Feuchtigkeit, ATEX-Zone und Korrosionsschutz gemeinsam geprüft werden.

(PresseBox) - In Biogasanlagen kann Schwefelwasserstoff im Biogas zu technischen Herausforderungen führen. Für die biologische Entschwefelung wird dem Prozess eine begrenzte und definierte Luftmenge zugeführt. Der enthaltene Sauerstoff kann Mikroorganismen unterstützen, die Schwefelverbindungen umsetzen. Entscheidend ist dabei nicht eine möglichst große Luftmenge, sondern eine kontrollierte, zur Anlage passende Luftzufuhr.
Für diese Prozessaufgabe kann ein Seitenkanalverdichter als technische Komponente geprüft werden, wenn ein gleichmäßiger Luftstrom mit geeignetem Überdruck benötigt wird. Die Luft wird über Rohrleitungen, Verteiler, Düsen oder Einblasstellen in den vorgesehenen Anlagenbereich eingebracht. Der Seitenkanalverdichter K75MSMOR 5,5kWIE3WR | 477m³/h | +250mbar | -250mbar | Atex II 3GD T3 kann für eine solche Aufgabenstellung projektbezogen bewertet werden.
Kontrollierte Luftzufuhr statt pauschaler Maschinenwahl
Bei der biologischen Entschwefelung steht die Dosierung und Verteilung der Luft im Vordergrund. Die Luft muss so eingebracht werden, dass sie zum Gasvolumenstrom, zur Anlagengeometrie, zum vorgesehenen Einbringort und zur gewünschten Betriebsweise passt. Eine zu allgemeine Betrachtung der Maschine reicht dafür nicht aus.
Die Prozesslösung beginnt deshalb mit der Frage, welche Luftmenge an welcher Stelle benötigt wird. Auch Leitungslängen, Rohrleitungsquerschnitte, Armaturen, Düsen, Verteiler und mögliche Druckverluste müssen berücksichtigt werden. Erst daraus ergibt sich, welcher Volumenstrom und welcher Überdruck technisch sinnvoll geprüft werden können.
Einbringstellen und Druckverluste im Prozess bewerten
Die Luftzufuhr kann je nach Anlagenkonzept über einzelne Einblasstellen, mehrere Düsen, Verteilsysteme oder Rohrleitungen erfolgen. Jede dieser Ausführungen beeinflusst den erforderlichen Druckbedarf. Druckverluste können durch Leitungslängen, Bögen, Armaturen, Filter oder Einblaselemente entstehen. Auch die Frage, ob die Luft kontinuierlich, intervallweise oder nur in bestimmten Betriebsphasen zugeführt wird, wirkt sich auf die technische Vorauswahl aus.
Ein Seitenkanalverdichter kann in diesem Zusammenhang den notwendigen Luftvolumenstrom bereitstellen und den erforderlichen Überdruck erzeugen, um die Luft an den vorgesehenen Prozesspunkt zu führen. Ob die Maschine zur konkreten Anlage passt, muss jedoch anhand der tatsächlichen Prozessdaten geprüft werden.
Technische Grundlage der ausgewählten Maschine
Für die hier betrachtete Prozesslösung wird der Seitenkanalverdichter K75MSMOR 5,5kWIE3WR | 477m³/h | +250mbar | -250mbar | Atex II 3GD T3 als mögliche technische Grundlage der Vorauswahl verwendet.
Laut den gelieferten Maschinendaten stellt die Maschine bei 50 Hz einen maximalen Volumenstrom von 477 m³/h bereit. Der angegebene Druckbereich liegt bei +250 mbar im Druckbetrieb und -250 mbar im Vakuumbetrieb. Die Leistung beträgt 5,5 kW. Die ATEX-Variante ist mit Atex II 3GD T3 angegeben. Die Schutzart beträgt IP55. Als Anschlussgröße ist 3 angegeben. Die Drehzahl bei 50 Hz beträgt 2940 rpm, das Gewicht 66 kg.
Diese Werte können für die Vorauswahl herangezogen werden. Sie ersetzen aber keine anlagenbezogene Auslegung. Für die biologische Entschwefelung muss geprüft werden, ob der verfügbare Luftvolumenstrom und der Druckbereich zur gewünschten Luftmenge, zur Anzahl der Einbringstellen, zum Leitungssystem, zu den Druckverlusten und zur Betriebsweise passen.
ATEX als Explosionsschutz separat prüfen
Bei der biologischen Entschwefelung wird Luft in einen Prozess eingebracht, der mit Biogas in Verbindung steht. Da Biogas brennbare Bestandteile enthalten kann, ist die ATEX-Betrachtung ein eigener sicherheitstechnischer Prüfschritt. Die hier betrachtete Maschine ist in den gelieferten Daten als Atex II 3GD T3 aufgeführt. Diese Angabe betrifft den Explosionsschutz.
Ob diese Ausführung für den konkreten Einsatz geeignet ist, hängt von der ATEX-Zoneneinteilung, dem Aufstellort, der Gasführung, dem Sicherheitskonzept und den Betriebsbedingungen ab. Eine ATEX-Ausführung darf nicht pauschal mit einer allgemeinen Eignung für jede Biogasanlage gleichgesetzt werden.
Feuchtigkeit, Kondensat und Korrosionsschutz beachten
Neben dem Explosionsschutz muss bei Biogasanwendungen auch die Medienbelastung betrachtet werden. In Anlagenbereichen mit Biogasbezug können Feuchtigkeit, Kondensat und mögliche aggressive Bestandteile auftreten. Besonders bei Stillstandszeiten, Temperaturunterschieden oder ungünstiger Leitungsführung kann Kondensat entstehen.
ATEX und Korrosionsschutz sind deshalb getrennt zu bewerten. ATEX betrifft den Explosionsschutz. Korrosionsschutz betrifft Feuchtigkeit, Kondensat und mögliche aggressive Bestandteile im Biogas. In den gelieferten Maschinendaten werden als Optionen Spezialspannungen nach IEC 60038, Oberflächenbehandlung und eine abgedichtete Version genannt. Solche Optionen sollten abhängig von Medium, Feuchtigkeit, Temperatur, Betriebsweise, Leitungssystem und Aufstellort projektbezogen geprüft werden.
Vom Entschwefelungsprozess zur passenden Auslegung
Die biologische Entschwefelung ist ein Beispiel dafür, dass Seitenkanalverdichter in Biogasanlagen nicht isoliert ausgewählt werden sollten. Neben diesem Prozess können auch andere Nebenprozesse definierte Gas- oder Luftbewegung erfordern. Entscheidend ist deshalb, zuerst die Prozessanforderung zu verstehen und anschließend die passende technische Ausführung zu prüfen.
SKVTechnik bündelt diese Anwendungsfälle auf der zentralen Biogas-Landingpage und vertieft sie auf einzelnen Prozessseiten. Das begleitende FAZ-Advertorial ordnet die Themen ATEX, feuchtes Biogas, Korrosionsschutz und projektbezogene Maschinenauswahl zusätzlich in einen übergeordneten fachlichen Zusammenhang ein. Für Betreiber, Planer und Anlagenbauer entsteht so eine Orientierung: erst den Prozess bewerten, dann Volumenstrom, Druckbereich, Medium, Aufstellort, ATEX-Zone und mögliche Sonderausführungen prüfen.
Projektbezogene Prüfung mit SKVTechnik
SKVTechnik unterstützt Betreiber, Anlagenbauer und Planer bei der technischen Vorauswahl geeigneter Seitenkanalverdichter für Biogasanwendungen. Für die biologische Entschwefelung sind möglichst genaue Prozessdaten hilfreich. Dazu gehören der benötigte Luftvolumenstrom, der erforderliche Überdruck an der Einbringstelle, Leitungslängen, Rohrleitungsquerschnitte, Anzahl der Düsen oder Verteiler, mögliche Druckverluste, Betriebsweise, Umgebungstemperatur, Feuchtigkeit, Aufstellort und ATEX-Anforderung.
Bei komplexen technischen Fragestellungen kann projektbezogen zusätzlich die Fachunterstützung des Herstellers FPZ eingebunden werden. Ziel ist eine nachvollziehbare Vorauswahl, bei der Entschwefelungsprozess, Luftzufuhr, Explosionsschutz, Medienbedingungen, Druckbereich, Volumenstrom und mögliche Sonderausführungen gemeinsam betrachtet werden.
Zentrale Biogas-Landingpage:
https://www.skvtechnik.de/biogas-seitenkanalverdichter/
Aktuelle Prozessseite:
https://www.skvtechnik.de/biogas-seitenkanalverdichter/biologische-entschwefelung/
FAZ-Advertorial:
https://cmk.faz.net/cms/articles/20633/anzeige/unn/atex-seitenkanalverdichter-fuer-biogasanlagen-mit-korrosionsschutz
Datenblatt:
https://www.skvent.de/media/FPZ_SEITENKANALVERDICHTER/DSB_K_75_MS_MOR_EX3GD-IE3_DE.pdf
Drehzahltabelle:
https://www.skvent.de/media/FPZ_RPM/RPM_K_75_MS_MOR-GOR-GVR_DE_19-00.pdf
Weitere Unterlagen:
https://www.skvent.de/media/FPZ_CAD/STP_K_75_MS_MOR_STD_IE2WR_132_5.5kW-3_16_00.rar
Seit 2012 ist SKVTechnik Ihr verlässlicher Partner für Seitenkanalverdichter, Schallschutzhauben, Umschaltventile und das notwendige Zubehör für einen reibungslosen Betrieb. Unser Sortiment umfasst Seitenkanalverdichter in allen gängigen Ausführungen – sowohl für den normalen als auch für den ATEX-Einsatz. Ganz gleich, ob Sie Lösungen für den Blasdruck- oder Saudruck-Bereich benötigen, wir bieten passende Geräte, die allen Anforderungen an Volumenströme gerecht werden. Dank unserer langjährigen Erfahrung und engen Zusammenarbeit mit Hersteller-Ingenieuren garantieren wir individuelle Lösungen und höchste Zufriedenheit bei der Umsetzung von Kundenprojekten. Vertrauen Sie auf SKVTechnik – Ihr Experte für Seitenkanalverdichter.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.skvtechnik.de.
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Datum: 16.07.2026 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
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