Wärmewende: Eigentümer modernisieren zunehmend strategisch – stabile Förderbedingungen bleiben wichtiger Treiber für den Umstieg auf Wärmepumpen
Mehr als 50.000 ausgewertete Datensätze: Fast die Hälfte aller ersetzten Heizungen ist jünger als 20 Jahre

(PresseBox) - Wie entwickelt sich die Wärmewende tatsächlich im Gebäudebestand? Eine aktuelle Analyse des unabhängigen Vergleichsportals Waermepumpen-Angebotsvergleich.de gibt darauf Antworten. Grundlage der Untersuchung sind mehr als 50.000 ausgewertete Datensätze aus dem Jahr 2025. Die Ergebnisse zeigen, welche Heizsysteme Eigentümer beim Umstieg auf die Wärmepumpe ersetzen und dass die Modernisierung zunehmend strategisch erfolgt.
Die Analyse verdeutlicht: Viele Eigentümer warten nicht bis zum vollständigen Ausfall ihrer Anlage, sondern nutzen Modernisierungsfenster, um die Energieeffizienz zu steigern, Betriebskosten langfristig zu reduzieren und ihre Immobilien zukunftsfähig aufzustellen.
Fossile Heizungen bereiten Weg zur Wärmepumpe
Die Auswertung der bisherigen Heizsysteme belegt, dass der Markt für Wärmepumpen im Bestand aktuell nahezu vollständig durch den Ersatz fossiler Anlagen geprägt wird. Gas- und Ölheizungen machen zusammen 86,98 Prozent der erfassten ersetzten Heizsysteme aus.
Mit einem Anteil von 57,63 Prozent ist die Gasheizung das mit Abstand am häufigsten ausgetauschte System. Die hohe Quote erklärt sich vor allem durch die weite Verbreitung von Gasheizungen im deutschen Gebäudebestand. Gleichzeitig verändern steigende CO?-Kosten sowie die politischen Rahmenbedingungen für eine klimafreundliche Wärmeversorgung die Investitionsentscheidungen vieler Eigentümer.
Die Gasheizung bildet damit weiterhin den stärksten Hebel für die weitere Dekarbonisierung des Wärmemarktes. Besonders Eigentümer älterer Gebäude prüfen zunehmend Alternativen, wenn Anlagen in eine Phase kommen, in der eine Modernisierung wirtschaftlich sinnvoll erscheint.
Auf dem zweiten Platz folgen Ölheizungen mit einem Anteil von 29,35 Prozent. Diese Systeme sind vor allem in älteren Immobilien im ländlichen Raum verbreitet. Der Umstieg auf eine Wärmepumpe bietet dort – neben energetischen Vorteilen – auch praktische Verbesserungen: Durch den Wegfall von Öltanks entstehen zusätzliche Flächen, die künftig anders genutzt werden können.
Pellet-, Holz- und Nachtspeicherheizungen sind die Ausnahme
Andere Heiztechnologien spielen beim Wechsel eine spürbar geringere Rolle. Pellet- und Holzheizungen erreichen lediglich einen Anteil von 1,47 Prozent. Diese Systeme werden von vielen Eigentümern aufgrund ihrer erneuerbaren Brennstoffbasis weiterhin positiv bewertet oder befinden sich noch innerhalb ihrer technischen Nutzungsdauer. Ein Wechsel zur Wärmepumpe wird daher deutlich seltener erwogen.
Auch Nachtspeicherheizungen machen mit 0,83 Prozent nur einen kleinen Anteil aus. Für die betroffenen Eigentümer kann eine Modernisierung jedoch besonders interessant sein, da diese Systeme häufig mit hohen Betriebskosten verbunden sind und eine Umstellung auf moderne Wärmetechnik signifikante Effizienzvorteile bieten kann.
Eigentümer modernisieren zunehmend vorausschauend
Die Altersstruktur der ersetzten Heizungsanlagen liefert wichtige Erkenntnisse über das Verhalten der Immobilienbesitzer. Die Daten zeigen, dass der Wechsel zur Wärmepumpe nicht ausschließlich durch akute Defekte ausgelöst wird. Stattdessen erfolgt die Modernisierung häufig geplant und vorausschauend.
Ein bedeutender Anteil der ersetzten Anlagen entfällt auf Heizungen mit einem Alter zwischen 11 und 20 Jahren. Sie machen 29,58 Prozent der ersetzten Anlagen aus. In dieser Phase erreichen viele Systeme einen Punkt, an dem Eigentümer eine Erneuerung bewusst vorbereiten. Ziel ist es, steigende Betriebskosten zu vermeiden und einen ungeplanten Ausfall während der Heizperiode zu verhindern.
Bemerkenswert ist der Anteil relativ junger Heizsysteme: 21,70 Prozent der ersetzten Anlagen waren höchstens zehn Jahre alt. Dieser Wert zeigt, dass nicht allein das Alter einer Heizung ausschlaggebend ist. Auch ökologische Überlegungen, staatliche Förderprogramme sowie die Kombination mit Photovoltaikanlagen und eigener Stromerzeugung gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Immer mehr Eigentümer betrachten die Wärmepumpe nicht nur als Ersatz für eine alte Heizung, sondern als Bestandteil eines umfassenden Energiekonzepts für ihre Immobilie.
Energiewende im Keller: Alte Heizungen bieten größtes Einsparpotenzial
Trotz der zunehmenden strategischen Modernisierung bleibt der Austausch sehr alter Heizsysteme ein zentraler Bestandteil der Wärmewende. Anlagen mit einer Betriebsdauer von mehr als 20 Jahren machen zusammen 48,47 Prozent der ersetzten Heizungen aus.
Davon entfallen 16,01 Prozent auf Anlagen mit einem Alter zwischen 21 und 25 Jahren. 16,91 Prozent der Heizungen sind zwischen 26 bis 30 Jahre alt und 15,55 Prozent haben eine Nutzungsdauer von mehr als 30 Jahren erreicht. 0,25 % der Verbraucher machten keine Angabe zum Alter ihrer Heizung.
Bei Anlagen mit hoher Betriebsdauer steigt der Handlungsdruck durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen. Obwohl die starre Austauschpflicht für Konstanttemperaturkessel durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) abgeschafft wurde, sorgen die neuen Vorgaben zur stufenweisen Beimischung grüner Brennstoffe ab 2029 für einen anhaltend hohen Modernisierungsbedarf in diesem Segment.
Taktische Umrüstung auf Wärmepumpen hält 2026 an
Die Marktdaten aus dem Jahr 2025 zeigen einen strukturierten Transformationsprozess im deutschen Gebäudebestand. Die Wärmepumpe entwickelt sich nicht nur im Neuanlagenmarkt zur führenden Technologie, sondern gewinnt auch bei der Modernisierung bestehender Immobilien zunehmend an Bedeutung.
Die Ergebnisse der Analyse bestätigen damit den übergeordneten Trend des Wärmemarktes: Das stärkste Potenzial für die Dekarbonisierung liegt weiterhin im Ersatz fossiler Heizsysteme – insbesondere von Gas- und Ölheizungen. Die Nachfrage nach Wärmepumpen bewegt sich auch 2026 auf hohem Niveau, wie die vorliegenden internen Daten aus dem ersten Halbjahr zeigen.
Entscheidend für die Investitionsbereitschaft der Eigentümer bleiben dabei wirtschaftliche Überlegungen. Kalkulierbare Energiekosten, geringere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die Nutzung von Förderprogrammen verbessern die Attraktivität moderner Heizsysteme. Die Wärmepumpe entwickelt sich damit weiter von einer klimapolitischen Maßnahme zu einer strategischen Investition in den langfristigen Wert und die Zukunftsfähigkeit von Immobilien.
Wie die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit Inkrafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes verlaufen wird, bleibt die spannende Frage für Unternehmen und Verbraucher. Die sich ständig ändernden Gesetze und Förderbedingungen sorgen derzeit für Unsicherheit am Markt.
2011 in Freiburg gegründet, unterhält WattFox heute einen weiteren Standort in Greifswald. Das Unternehmen betreibt Angebotsvergleichsportale für beratungsintensive Themen wie nachhaltige Energie und Immobilien, mit einem Schwerpunkt auf Photovoltaik und Wärmepumpen. WattFox vermittelt qualifizierte Anfragen an Fachbetriebe, steigert deren Auftragsvolumen und erhöht die Transparenz für Endverbraucher. So leistet das Unternehmen einen messbaren Beitrag zur Energiewende und zu einer klimafreundlichen Zukunft.
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2011 in Freiburg gegründet, unterhält WattFox heute einen weiteren Standort in Greifswald. Das Unternehmen betreibt Angebotsvergleichsportale für beratungsintensive Themen wie nachhaltige Energie und Immobilien, mit einem Schwerpunkt auf Photovoltaik und Wärmepumpen. WattFox vermittelt qualifizierte Anfragen an Fachbetriebe, steigert deren Auftragsvolumen und erhöht die Transparenz für Endverbraucher. So leistet das Unternehmen einen messbaren Beitrag zur Energiewende und zu einer klimafreundlichen Zukunft.
Datum: 29.07.2026 - 10:23 Uhr
Sprache: Deutsch
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Energiewirtschaft
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