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BASF und Gazprom feiern 20 Jahre Partnerschaft

ID: 301281
BASF und Gazprom feiern 20 Jahre Partnerschaft



(pressrelations) -

  • "Ein historischer Schritt für Europas Energieversorgung"
  • Regierungen würdigen bei Festakt die Zusammenarbeit
  • Gemeinsame Projekte zur Erdgasförderung
  • Berlin - 22. November 2010. Mit einem Festakt in Berlin blicken BASF und ihre Öl- und Gastochter Wintershall gemeinsam mit Gazprom auf 20 Jahre deutsch-russische Wirtschaftsgeschichte zurück. Den Grundstein für die Zusammenarbeit legten die Unternehmen im Herbst 1990 mit einer langfristigen Vereinbarung über die Vermarktung von russischem Erdgas in Deutschland. Zusammen mit mehr als 200 geladenen Gästen feierten Dr. Jürgen Hambrecht, Vorstandsvorsitzender der BASF SE, und Alexej Miller, Vorstandsvorsitzender der OAO Gazprom, das Jubiläum der erfolgreichen und wegweisenden Wirtschaftskooperation.

    Die Zusammenarbeit des führenden Chemieunternehmens mit dem größten Erdgasproduzenten der Welt reicht heute von der Exploration und Produktion von Erdgas in Westsibirien über den Transport durch die Nord Stream-Pipeline bis zum Verkauf des Erdgases in Deutschland und Europa über die gemeinsame Erdgashandelsgesellschaft WINGAS.

    Die deutsch-russische Kooperation stellte 1990 ein absolutes Novum in der Erdgaswirtschaft dar. Was kurz vor der Wiederver­einigung der beiden deutschen Staaten mit einer gemeinsamen Absichtserklärung über die gaswirtschaftliche Zusammenarbeit begann, ist inzwischen zu einer festen Partnerschaft auf Augenhöhe gewachsen. "Aus heutiger Sicht ist die Zusammenarbeit ein historischer Schritt zur Sicherung der Energieversorgung Europas", sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Hambrecht. "Als Gazprom und BASF zu Beginn der 90er Jahre die ersten Vereinbarungen unterzeichneten, hätte kaum jemand geahnt, wie erfolgreich sich diese Partnerschaft entwickeln würde. Wir sind heute sehr stolz auf das Erreichte und schauen optimistisch in die Zukunft. Denn gemeinsam haben wir noch viel vor", betonte Hambrecht.

    "Zwei Jahrzehnte Partnerschaft zwischen Gazprom und Wintershall zeugt beispielhaft vom Erfolg eines gemeinschaftlichen Geschäfts. Während dieser Jahre haben wir mehr als eine schwierige Aufgabe gelöst: Wir haben mit der Entwicklung der schwer zugänglichen Achimov-Vorkommen der Urengoi-Lagerstätte begonnen und bauen die für den europäischen Markt wichtige Gasleitung Nord Stream", erklärte Gazprom-Vorstandsvorsitzender Alexej Miller. "Heute arbeiten wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen: von der Produktion bis zum Vertrieb. Unsere Beziehung basiert auf gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung. Unsere Mitarbeiter und Geschäftspartner werden immer mehr zu guten Freunden. Ich bin davon überzeugt, dass neue Erfolgsgeschichten vor uns liegen und nicht weniger hervorragende und interessante Projekte", sagte Miller.





    Eine Kooperation mit Vorbildcharakter

    Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, bezeichnete Russland als wichtigen Partner für die Gasversorgung: "Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Russland liegt quasi vor unserer Haustür. Und Russland ist unser strategischer Partner. Unsere Handelsbeziehungen mit Russland werden durch die Nord-Stream-Pipeline gestärkt", so Brüderle. "Die Zusammenarbeit von BASF und Gazprom hat Vorbildcharakter. Sie kann andere Energieunternehmen zu weiteren deutsch-russischen Projekten ermuntern."

    Gastredner Gerhard Schröder, Bundeskanzler a. D., gratulierte BASF und Gazprom zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit und verglich die Unternehmenspartner­schaft mit einer vorbildhaften Blaupause für eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Deutschland und Europa mit Russland. "Wir Europäer sollten darauf achten, dass wir die engst mögliche ökonomische und politische Verflechtung mit Russland herstellen". Dies schaffe Vertrauen, Sicherheit und Stabilität für die Zukunft, so Schröder. "Denn Russland spielt eine zentrale Rolle, wie wir die Energieversorgung im globalen Zusammenhang sichern können."

    Versorgungssicherheit durch Engagement direkt an der Quelle

    Mit den beiden gemeinsamen Projekten zur Erdgasförderung, Achimgaz und Juschno Russkoje, tragen BASF und Gazprom maß­geblich zur Energieversorgung Europas mit Erdgas bei. ZAO Achimgaz, ein Joint Venture der OAO Gazprom (50 %) und der 100-prozentigen BASF-Tochter Wintershall (50 %) , produziert in Nowy Urengoi, etwa 3.500 Kilometer nordöstlich von Moskau, Erdgas und Kondensat. Achimgaz plant, über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren aus der Lagerstätte insgesamt bis zu 200 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 40 Millionen Tonnen Kondensat zu fördern. Die jährliche Erdgas­förderung soll während der späteren Plateauphase bei bis zu 7,5 Milliarden Kubikmeter liegen. "Achimgaz steht symbolisch für unser langjähriges Erfolgsmodell: für den Interessens­ausgleich durch faire Teilung von Risiko und Erfolg und die Bündelung und gegenseitige Ergänzung unserer jeweiligen Kompetenzen", sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Hambrecht. Das Joint Venture fördert derzeit aus einem Teilgebiet des tiefliegenden Achimov-Horizonts des Urengoi-Feldes aus sechs Bohrlöchern täglich rund 3,6 Millionen Kubikmeter Gas und 1.600 Tonnen Kondensat. Die Jahresproduktion 2009 betrug etwa 430.000 Tonnen Kondensat und rund eine Milliarde Kubikmeter Erdgas.

    Neben dem Achimgaz-Projekt ist das Erdgasfeld Juschno Russkoje ein zweites großes Erdgasförderprojekt von Gazprom und der BASF-Tochter in Sibirien. Die Erdgaslagerstätte wurde bereits 2007 in Betrieb genommen. Das Feld, an dessen wirtschaftlichem Erfolg Wintershall über die Severneftegazprom mit 35 % beteiligt ist, hat früher als geplant bereits Mitte 2009 die Plateauförderung von 25 Milliarden Kubikmetern Erdgas im Jahr erreicht. Alle 142 Produktionsbohrungen sind in Betrieb. Täglich werden rund 70 Millionen Kubikmeter Erdgas gefördert. Das 1969 entdeckte Feld Juschno Russkoje in Westsibirien verfügt über förderbare Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmeter Erdgas.

    Gazprom und BASF/Wintershall: Partner seit dem Jahr 1990

    Geliefert werden soll das Gas unter anderem durch die seit April 2010 in Bau befindliche Ostseepipeline Nord Stream. Diese verbindet die sibirischen Gasreserven direkt mit Deutschland. Über 600 der 1.220 Kilometer Pipeline sind bereits verlegt. Neben den Abschnitten vor der Insel Gotland gehören dazu auch die Abschnitte in den Anlande­bereichen in Deutschland und Russland. Die Inbetriebnahme des ersten Leitungsstrangs ist für Oktober 2011 vorgesehen. Auch der Bau der Anbindungsleitung OPAL, die von der deutschen Ostseeküste bis in die Tschechische Republik führen wird, kommt planmäßig voran. Etwa 400 der 470 Kilometer Pipelinerohre sind bereits im Boden verlegt. Die zweite Anbindungsleitung NEL von der deutschen Ostseeküste bis ins niedersächsische Rehden befindet sich derzeit im Planfeststellungs­verfahren.

    Bereits seit 1990 sind Gazprom und die 100-prozentige BASF-Tochter Wintershall über die deutsch-russischen Joint Ventures WIEH, WIEE und WINGAS gemeinsam im Handel mit Erdgas in Deutschland und anderen europäischen Ländern aktiv. Wintershall ist damit einer der größten deutschen Importeure russischen Erdgases. Allein das gemeinsame Erdgashandelsunternehmen WINGAS hat seit Gründung mehr als 250 Milliarden Kubikmeter Erdgas abgesetzt.


    Über BASF

    BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen und Veredlungs­produkten bis hin zu Pflanzenschutzmitteln, Feinchemikalien sowie Öl und Gas. Als zuverlässiger Partner hilft die BASF ihren Kunden in nahezu allen Branchen, erfolgreicher zu sein. Mit hoch­wertigen Produkten und intelligenten Lösungen trägt die BASF dazu bei, Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimaschutz, Energieeffizienz, Ernährung und Mobilität zu finden. Die BASF erzielte 2009 einen Umsatz von mehr als 50 Milliarden ? und beschäftigte am Jahresende rund 105.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com.


    Über OAO Gazprom

    OAO Gazprom ist das führende Erdgasunternehmen der Welt. Die Hauptgebiete ihrer Tätigkeit sind Exploration, Förderung, Transport, Speicherung, Verarbeitung und Vermarktung von Erdgas und anderen Kohlenwasserstoffen sowie die Energieerzeugung. Die Gasreserven der Gazprom werden auf 29 Billionen Kubikmeter geschätzt, das entspricht rund 70 % der russischen und 18 % der Weltgasreserven. Rund 80 % der russischen und etwa 15 % der weltweiten Erdgasproduktion werden von der Gazprom getätigt. Der Gazprom-Anteil der Lieferungen auf den europäischen Gasmarkt beträgt 26 %. Gazprom exportiert in insgesamt 31 Länder. Weitere Informationen zu Gazprom im Internet unter www.gazprom.com.


    Über Wintershall Holding GmbH

    Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit mehr als 75 Jahren in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas aktiv. Wintershall konzentriert sich bewusst auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Nordafrika, Südamerika sowie Russland und der Raum am Kaspischen Meer. Ergänzt werden die Aktivitäten zunehmend durch Exploration im Arabischen Golf. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 2000 Mitarbeiter aus 35 Nationen und ist heute der größte Erdöl- und Erdgasproduzent mit Sitz in Deutschland. Mit den gemeinsam mit der russischen Gazprom betriebenen Tochtergesellschaften WINGAS und WINGAS TRANSPORT ist die BASF-Tochter auch ein wichtiges Erdgasversorgungsunternehmen auf dem deutschen und europäischen Markt. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.wintershall.com


    Thomas Nonnast
    Tel.: +49 30 206 295 034
    Fax: +49 30 206 295 020


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    Datum: 22.11.2010 - 19:45 Uhr
    Sprache: Deutsch
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