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Mehr Strom aus weniger Braunkohle / Erfolgreiche Jahresbilanz des Wirtschaftszweiges / Einsatz der wichtigsten heimischen Energieressource wird immer effizienter / Mehr Technologieoffenheit gewünscht

ID: 327691

(ots) - Jede vierte Kilowattstunde Strom in Deutschland
stammte 2010 erneut aus Braunkohle. Mit einem leichten Anstieg der
Produktion auf 147 Milliarden Kilowattstunden hatten die deutschen
Braunkohlenkraftwerke nicht nur Teil am konjunkturbedingten Zuwachs
des Stromverbrauchs, sondern konnten ihren Beitrag zur Sicherheit der
Stromversorgung weiter festigen. Auch 2010 war Braunkohle die
wichtigste Verstromungsenergie in Deutschland.

Im vergangenen Jahr nahm die Stromerzeugung aus Braunkohle nicht
nur zu, sie wurde erneut effizienter. Gegenüber dem Vorjahr nahmen
die Lieferungen an die Kraftwerke um 1,5 Millionen Tonnen ab. Neben
den natürlichen Schwankungen beim Heizwert der Braunkohle ist dafür
vor allem der Betrieb von modernen Kraftwerken mit hohen
Wirkungsgraden verantwortlich. Altanlagen wurden abgeschaltet. Der
effizientere Einsatz der Braunkohle in den Kraftwerken ersparte dem
Klima im vergangenen Jahr den Eintrag von mehr als 1,5 Millionen
Tonnen Kohlendioxid. Weitere Einsparungen sind durch die
Inbetriebnahme der Neubaukraftwerke in Neurath (2200 MW) und Boxberg
(670 MW) in diesem Jahr absehbar.

Gewinnung und Einsatz von Braunkohle erfolgen in Deutschland
subventionsfrei und sind gesamtvolkswirtschaftlich besonders günstig
und vorteilhaft. Braunkohlenkraftwerke haben einen Anteil von etwa 13
Prozent am gesamten inländischen Kraftwerkspark und decken auf dieser
Basis rund ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs. Bei den
erneuerbaren Energien ist das Verhältnis nahezu umgekehrt. Sie kommen
mittlerweile auf einen Anteil von über 26 Prozent an den
Erzeugungskapazitäten und decken damit lediglich rund 16 Prozent des
Verbrauchs. Darüber hinaus verteuert die Förderung der erneuerbaren
Energien den Strom für die Verbraucher durch die EEG-Umlage immer
mehr.

Entwicklung in den Revieren





Die Förderung in den vier deutschen Braunkohlenrevieren erreichte
2010 eine Höhe von 169,4 Millionen Tonnen (Mio. t) und lag damit um
wenige Hunderttausend Tonnen unter dem Ergebnis des Vorjahres. Im
Rheinland verringerte sich die Produktion um 1,3 Prozent auf knapp 91
Mio. t. In der Lausitz wurden mit fast 57 Mio. t dagegen 1,7 Prozent
mehr gefördert. Im Mitteldeutschen Revier sank die Förderung leicht
um knapp 1 Prozent auf gut 20 Mio. t. Im Raum Helmstedt betrug die
Förderung knapp 2 Mio. t Braunkohle.

Die Produktion in den einzelnen Revieren steht in direktem
Zusammenhang mit der Verfügbarkeit der jeweiligen bergbaunahen
Kraftwerke. Insgesamt bewegte sich die deutsche Braunkohlenförderung
2010 auf dem langjährigen Niveau von rund 170 Mio. t. Mit einem
Anteil von rund 11 Prozent an der Deckung des gesamten
Energieverbrauchs leistet die Braunkohle einen wichtigen Beitrag zur
Versorgungssicherheit.

Den leicht verminderten Lieferungen an die Braunkohlenkraftwerke
der öffentlichen Versorgung stand 2010 eine Steigerung bei den
Veredlungsprodukten gegenüber. Sowohl bei Braunkohlenbriketts wie
auch beim Staub und Koks nahm die Produktion zu. Die Herstellung von
Wirbelschichtkohle war dagegen rückläufig. Insgesamt wurden im
vergangenen Jahr über 13 Mio. t Rohbraunkohle zu Braunkohlenprodukten
veredelt.

Beschäftigung leicht positiv

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Braunkohlenindustrie
stieg 2010 leicht auf etwa 22 700. In dieser Zahl sind rund 1 650
Auszubildende sowie etwa 6 000 Mitarbeiter in den
Braunkohlenkraftwerken der allgemeinen Versorgung enthalten. Auf das
Rheinische Revier entfielen etwa 11 600 Beschäftigte. Das Lausitzer
Revier zählte rund 8 000 Beschäftigte und im Mitteldeutschen Revier
sind etwa 2 500 Menschen in der Braunkohlenindustrie beschäftigt.

Energiepolitik zwischen Wunschvorstellung und
Handlungsnotwendigkeit

Das im Herbst 2010 von der Bundesregierung vorgelegte
Energiekonzept für Deutschland wird hinsichtlich der langfristigen
Aussagen von der Braunkohlenindustrie unverändert kritisch begleitet.
Es bestehen große Unsicherheiten im Hinblick auf die von der
Bundesregierung getroffenen Annahmen bis 2050. Nach Ansicht der
Braunkohlenindustrie wäre es für die sichere, wettbewerbsfähige und
umweltgerechte Energieversorgung förderlicher, wenn auch die
Handlungsoptionen und Notwendigkeiten für kürzere Zeiträume stärker
betrachtet würden.

Mit Sorge betrachtet die Braunkohlenindustrie die Verzögerungen
bei der Umsetzung der europäischen Richtlinie zu Abscheidung,
Transport und Speicherung von Kohlendioxid, der sogenannten
CCS-Richtlinie. Nachdem es auch 2010 nicht gelang, eine nationale
Regelung zu verabschieden, steige das Risiko, den Umsetzungstermin
Frühjahr 2011 noch einhalten zu können. Damit sinken nicht nur die
Chancen für den Bau von Demonstrationsanlagen, die für die weitere
Technologieentwicklung notwendig sind, sondern auch der gesetzliche
Rahmen für die benötigte Infrastruktur zum Transport und zur
Speicherung verzögert sich weiter. Die Braunkohlenindustrie wünscht
sich mehr gesellschaftspolitische Offenheit für neue Technologien,
damit Deutschland energie-, klima- und industriepolitisch den
Anschluss nicht verliert.



Pressekontakt:
Uwe Maaßen
DEBRIV - Bundesverband Braunkohle
Postfach 40 02 52
50832 Köln
Max-Planck-Straße 37
50858 Köln

T +49 (0)2234 1864 (0) 34
F +49 (0)2234 1864 18

Email: Uwe.Maassen(at)braunkohle.de


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Datum: 13.01.2011 - 09:50 Uhr
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