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Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe: GRÜNE erschüttert - Bouffier muss sich für endgültiges Abschalten von Biblis einsetzen

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Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe: GRÜNE erschüttert - Bouffier muss sich für endgültiges Abschalten von Biblis einsetzen

(pressrelations) - Erschüttert blickt die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf die furchtbaren Ereignisse in Japan: Die Naturkatastrophe, die Japan getroffen hat, hat eine Dimension, die unvorstellbar ist. Das Erdbeben und der folgende Tsunami haben unermessliches Leid über die Menschen gebracht. Hinzu kommen immer dramatischere Meldungen aus den Atomkraftwerken Japans.

"Offensichtlich kommt es bereits zum Austritt von radioaktiver Strahlung. Wir hoffen immer noch, dass das allerschlimmste, eine atomare Kernschmelze mit Austritt von massiver Strahlung aus dem Reaktorbehälter, verhindert werden kann. Die Menschen in Japan müssen schon jetzt unsagbares Leid ertragen, ihnen gilt unser Mitgefühl. Wir denken jetzt auch an diejenigen, die unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens verzweifelt versuchen, die außer Kontrolle geratenen Atomkraftwerke wieder unter Kontrolle zu bringen", sagt der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Tarek Al-Wazir, angesichts der schrecklichen Meldungen und Bilder aus Fernost. "Allererste Priorität bleibt weiterhin, dass wir den Menschen in Japan jetzt helfen müssen." DIE GRÜNEN rufen zu Spenden auf.

"Das Szenario, das wir jetzt erleben, war bis Freitag unvorstellbar. Die ganze Gesellschaft ist aufgerufen, jetzt in sich zu gehen und über das zukünftige Handeln und eine verantwortbare Energieversorgung nachzudenken. Es darf jetzt auch keine unverantwortlichen Verharmlosungen und Beschwichtigungen, wie sie von Umweltministerin Puttrich am Samstagabend und Ministerpräsident Bouffier heute Morgen zu hören waren, mehr geben", sagt Al-Wazir. Puttrich hatte am Samstag im hessischen Fernsehen erklärt, Biblis sei sicher und Bouffier wurde heute bei dpa mit den Worten zitiert, bei uns gäbe es keine Tsunamis.

"Diese Verharmlosungen gehen an der Dimension des Problems vorbei. Die Erkenntnis aus der Katastrophe in Japan ist, dass das Unerwartete, nicht Planbare, das Unvorstellbare, eintreten kann. Und zu dieser Wahrheit gehört eben leider auch, dass wir jetzt sehen, was das Wort ?Restrisiko? in der schrecklichen Realität bedeuten kann. Wenn in einem Atomkraftwerk der Strom ausfällt und danach die Notkühlung versagt, durch was auch immer, existiert die Gefahr einer Kernschmelze mit unkontrollierbaren Folgen. Und zur traurigen Wahrheit gehört leider auch, dass das Risiko umso größer ist, je älter die Atomkraftwerke sind. Biblis ist nicht nur das älteste deutsche Atomkraftwerk, sondern verfügt als einziger AKW-Standort nicht über ein externes Notstandssystem."





DIE GRÜNEN fordern Ministerpräsident Bouffier (CDU) auf, bei dem morgigen Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) für das endgültige und dauerhafte Abschalten des Atomkraftwerks in Biblis zu sorgen. "Die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke müssen zuerst abgeschaltet werden, dazu muss das Atomgesetz geändert werden. Hier kann Bouffier seine Fehlentscheidung bei der Zustimmung zur Laufzeitverlängerung im Bundesrat korrigieren. Die Landesregierung darf jetzt nicht auf Zeit spielen, das AKW Biblis muss sofort und dauerhaft abgeschaltet werden. Wir müssen so schnell wie möglich aus der Nutzung der Atomkraft aussteigen und mit den am ältesten und störfallanfälligsten Atomkraftwerken sofort beginnen."


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Furchtbarer Atomunfall in Japan - GRÜNE in großer Sorge
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Datum: 16.03.2011 - 10:30 Uhr
Sprache: Deutsch
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