Dirk Niebel: Ecuadorianische Reaktion enttäuscht
Dirk Niebel: Ecuadorianische Reaktion enttäuscht
(pressrelations) -
Die ecuadorianische Regierung hat das Angebot der Bundesregierung, den Schutz des Yasuní-Nationalparks im Rahmen der deutsch-ecuadorianischen Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen, faktisch abgelehnt. Die weitreichenden Bedingungen, an die die Annahme der deutschen Unterstützung geknüpft wurde, sind inakzeptabel. Danach soll der Gesamtbetrag der deutschen Unterstützung auf ein separates Konto innerhalb des ecuadorianischen Haushalts eingezahlt und zu finanzierende Projekte durch ein ausschließlich von der ecuadorianischen Regierung besetztes Komitee entschieden werden.
Dazu erklärt der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel: "Diese Reaktion ist enttäuschend. Die von Ecuador formulierten Bedingungen entsprechen nicht unserem partnerschaftlichen Ansatz von Entwicklungszusammenarbeit. Die Einrichtung eines allein auf die ITT-Yasuní bezogenen "Sonderkontos" mit den vorgesehenen Entscheidungsmodalitäten sind nicht akzeptabel. Diese Vorschläge sind genauso bedenklich wie die ursprünglich angestrebte Lösung des mit ecuadorianischen Staatsanleihen besicherten ITT-Fonds. Einer solchen Lösung kann ich nicht zustimmen."
Dirk Niebel bekräftigte dennoch ausdrücklich das Angebot einer Zusammenarbeit zum Schutz der Yasuní-Region: "Die ecuadorianische Regierung trägt die Verantwortung dafür, was mit dem Nationalpark Yasuní geschieht. Sie trifft die Entscheidung, ob dort weiterhin Öl gefördert werden soll oder ob der Schutz von indigener Bevölkerung und Biodiversität Vorrang hat. Wir stehen nach wie vor bereit, Ecuador beim Schutz von Yasuní zu unterstützen, wie das in anderen Ländern Lateinamerikas bereits vielfach geschieht. Voraussetzung ist, dass die ecuadorianische Regierung sich bereit erklärt, auf der Grundlage der bekannten Grundsätze und Verfahren der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu partnerschaftlicher Zusammenarbeit zurückzukehren."
Die Bundesregierung hat vor diesem Hintergrund die für Ende März des Jahres geplanten Regierungsverhandlungen verschoben. Wenn und soweit die Voraussetzungen für ein gemeinschaftliches Vorgehen gegeben sind, kann dies im Rahmen von entwicklungspolitischen Regierungsverhandlungen aufgegriffen werden.
Kontakt:
Dr. Rolf Steltemeier
Referatsleiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher
Telefon: 030 / 25 03-24 50
Telefax: 030 / 25 03-25 95
E-Mail: presse-kontakt(at)bmz.bund.de
Themen in dieser Meldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 14.03.2012 - 10:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 595114
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese HerstellerNews wurde bisher 590 mal aufgerufen.
Die Meldung mit dem Titel:
"Dirk Niebel: Ecuadorianische Reaktion enttäuscht
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Alle Meldungen von Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
"Business Process Outsourcing ist ein strategischer Wachstumshebel innerhalb unseres Neo-Energy-Modells"
SMGWA Roadshow geht in die nächste Runde: rku.it bringt Zukunftsthemen der Energiewirtschaft nach Dortmund und Ludwigshafen
Transformation von Energiezentralen: Wie Wärmeversorgung in drei Schritten dekarbonisiert wird
Sweco unterstützt Wasserstoff-Pipeline HYBOR in Ostdeutschland
ABO Energy verkauft H2-Hub Hünfeld an Tyczka Hydrogen




