NABU-Dachverband BirdLife International stellt digitalen Seevogel-Weltatlas vor - Wichtiger Beitrag zum Schutz und Management internationaler Gewässer
NABU-Dachverband BirdLife International stellt digitalen Seevogel-Weltatlas vor - Wichtiger Beitrag zum Schutz und Management internationaler Gewässer
(pressrelations) -
Berlin - Die Naturschutzorganisation BirdLife International, zu der auch der NABU gehört, hat am heutigen Dienstag auf der UN-Biodiversitätskonferenz im indischen Hyderabad den weltweit ersten digitalen Seevogel-Weltatlas vorgestellt. Er soll aufzeigen, welche Meeres- und Küstengebiete aus Sicht des Artenschutzes besonders bedeutsam und schützenswert sind. Der Atlas beschreibt rund 3.000 Gebiete als sogenannte "Important Bird Areas" (IBAs), die für den Schutz von Vögeln entscheidend sind. Mit dem Atlas liegen den Regierungen nun erstmals fundierte Vorschläge für "ökologisch oder biologisch wichtige Seegebiete" vor, die später als nationale oder internationale Schutzgebiete ausgewiesen werden sollen. Nach den Beschlüssen der Staatengemeinschaft sollen bis zum Jahr 2020 zehn Prozent der Meeresfläche unter Schutz gestellt werden. Auch für die Planungen künftiger Windparks auf See oder die Fischerei ist der Atlas richtungsweisend.
In deutschen Gewässern wurden insgesamt 24 Gebiete als bedeutend eingestuft. Acht von ihnen, darunter weite Teile des Wattenmeeres oder auch die Insel Helgoland, liegen in der deutschen Nordsee und sind für bedrohte Vögel wie Seetaucher, Lummen oder Basstölpel entscheidend. Weitere 16 Gebiete wurden in der deutschen Ostsee ausgewählt. Sie sind vor allem für Meeresenten, wie Eis-, Trauer- oder Samtenten, wichtige Nahrungs- und Überwinterungsgebiete. Allein in der Pommerschen Bucht überwintern jedes Jahr mehr als eine halbe Million Enten dieser Arten, ein Viertel der europäischen Population.
Die IBAs in den deutschen Gewässern waren bereits wichtige Grundlage für die Ausweisung der marinen Schutzgebiete der Nord- und Ostsee. Inzwischen hat Deutschland mehr als 45 Prozent seiner Meeresfläche unter den Schutz des europaweiten Natura-2000-Netzwerks gestellt, darunter das Sylter Außenriff, den Fehmarnbelt oder die Pommersche Bucht. Damit der europäische Schutz hier wirksam wird, werden derzeit Schutzgebietsverordnungen und Managementpläne erarbeitet. Bis 2014 müssen sie für alle Natura-2000-Gebiete aufgestellt sein und sowohl die Entwicklungsziele, Schutzmaßnahmen und Monitoringprogramme festlegen als auch besonders geschützte Arten. Der Prozess wird durch den NABU unterstützt.
Der Seevogel-Atlas dient auch als Modell für andere mobile und wandernde marine Arten wie Wale, Meeresschildkröten oder Haie und soll künftig zu einem effektiven Schutz der marinen Artenvielfalt und der maritimen Raumplanung beitragen. Er wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt.
Der digitale Seevogel-Weltatlas unter: www.birdlife.org/datazone/marine
Weitere Informationen unter: www.nabu.de/themen/meere/schutzgebiete/00845.html
Für Rückfragen:
Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU-Meeresschutzexperte, Tel. 030-284984-1626, mobil: 0152-09202205
Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Tel. 030-284984-1620, mobil: 0172-9108275
Für tagesaktuelle Einschätzungen der Verhandlungen zur UN-Biodiversitätskonferenz, Hintergrundinformationen und Interviews stehen Ihnen Konstantin Kreiser ab dem 8. Oktober und NABU-Präsident Olaf Tschimpke ab dem 17. Oktober in Hyderabad zur Verfügung. Der NABU twittert zudem aus den Verhandlungen unter: www.twitter.com/NABU_de .
Die NABU-Forderungen und weitere Informationen zum Weltnaturschutzgipfel in Indien (CBD-COP 11): www.NABU.de/themen/naturschutz/vielfalt/cop11
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Datum: 16.10.2012 - 18:30 Uhr
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