Gentechnisch verändertes Saatgut : ?Keine Freisetzungsversuche?
Gentechnisch verändertes Saatgut : "Keine Freisetzungsversuche"
(pressrelations) -
MAGDEBURG/UM - "Es gibt kein unbeeinflusstes Nebeneinander von gentechnisch veränderten Pflanzen und unveränderten Pflanzen. Aus diesem Grund lehnen wir die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen ab", erklärt die landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dorothea Frederking:
Hintergrund für die Erklärung Frederkings sind aktuelle Informationen aus dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK). Das Institut plant, noch in diesem Herbst gentechnisch veränderten Weizen in Üplingen freizusetzen. "Solche Freisetzungsversuche bergen das Risiko, dass durch Fremdbefruchtung auch andere, nicht-gentechnisch veränderte Weizenarten beeinflusst werden. So kann es eine Garantie, dass Lebensmittel Gentechnik frei sind, nicht mehr geben", erklärt die bündnisgrüne Politikerin Frederking.
Nach Auskunft des IPK soll das gentechnisch veränderte Weizensaatgut in ferner Zukunft höhere Erträge liefern. Die Motivation für die Entwicklung eines solchen Weizens sei die Sicherstellung der weltweiten Ernährung. Die Erträge von konventionellem Weizen könnten nicht mehr mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten und deshalb suche man die Lösung für das Ernährungsproblem in der gentechnischen Veränderung von Pflanzen.
Frederking: "Diese Schlussfolgerung ist falsch! Es mangelt nicht an landwirtschaftlicher Produktion, sondern am richtigen Umgang mit Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln. Zwei Drittel der weltweiten Ernte landet nicht auf dem Teller. Ein Großteil der Lebensmittel landet auf dem Müll - allein in Deutschland sind es elf Millionen Tonnen jährlich, die als Abfall entsorgt werden. Das muss sich ändern."
"78 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wollen keine Gentechnik-Forschung für ihre Lebensmittel. Das sollten wir respektieren."
Dorothea Frederking, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Aufruf:
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ruft dazu auf, Einwendungen gegen den Versuch zur Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen in Üplingen zu machen. Bis zum 24. Oktober ist das noch möglich. Das Formular befindet sich unter:
www.bund-sachsen-anhalt.de
Pressekontakt:
Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Im Landtag von Sachsen-Anhalt
Udo Mechenich
Pressesprecher
Domplatz 6-9
39104 Magdeburg
Tel. 0391/560-4008
udo.mechenich(at)gruene.lt.sachsen-anhalt.de
Themen in dieser Meldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 23.10.2012 - 17:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 748128
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese HerstellerNews wurde bisher 692 mal aufgerufen.
Die Meldung mit dem Titel:
"Gentechnisch verändertes Saatgut : ?Keine Freisetzungsversuche?
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
(Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Digitalisierung in der Industrie - was dazu gehört ...
Die Digitalisierung in der Industrie: Das gehört dazu Die industrielle Produktion steht derzeit vor einem tiefgreifenden Wandel. Vor allem die Digitalisierung ist in aller Munde. So zeigt die aktuelle DIHK-Digitalisierungsumfrage 2026 beispielswei ...Mieten statt kaufen - darum setzen viele Industrieunternehmen jetzt darauf ...
Als das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Mitte Januar seine Pressemitteilung herausgab, dürfte es sich gefreut haben. Die Zahlen zur wirtschaftlichen Lage deuten auf einen sanften Aufschwung hin. Wie man in einem solchen Moment die Prod ...Hubsteiger in der Industrie - wo ihr Einsatz unverzichtbar ist ...
Neben den Top Ergebnissen, die die Betriebe den Kunden liefern müssen, gelten als ergänzende Faktoren die Effizienz und die für die Professionals sicheren Tätigkeiten als ganz entscheidend. Ergänzend dient die Ergonomie als Kriterium für Gerät ...Alle Meldungen von
IBESA Day am 23. Juni 2026 auf dem ees Forum bei der ees Europe
Biokunststoff aus Gras: Wie Biowert mit AgriPlast nachhaltige Alternativen zu erdölbasierten Kunststoffen entwickelt
Zusammenwachsen, was zusammengehört: LinQ Europe wird zu enwitec Polen
Eine Familie zieht nach mehr als 15 Jahren Bilanz / Wie Lehmwände Raumklima und Energieverbrauch verändern
Neue Studie untersucht eFuel-Potenzial / Engpässe bei Elektromobilität fördern eFuel-Hochlauf




