Karliczek verteidigt Vergabe von Fördermitteln gegen massive Kritik
(ots) - Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja
Karliczek (CDU) hat am Montag im ARD-Mittagsmagazin die Entscheidung
verteidigt, ein neues Batterieforschungszentrum in Münster zu
errichten.
"Das überzeugendste Konzept für Batterieforschungsproduktion und
Recycling hat Münster vorgelegt." Karliczek betonte, dass die
Entscheidung nichts mit dem Standort in der Nähe ihres Wahlkreises zu
tun habe.
Zuvor gab es heftige Kritik unter anderem von Sachsens
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Die verwies darauf,
dass die Bundesregierung immer wieder zugesichert habe, die
ostdeutschen Länder stärker zu fördern. Eine Entscheidung für Sachsen
wäre deswegen nachvollziehbar gewesen, sagte Stange am Freitag.
Karliczek reagierte auf die Kritik mit dem Hinweis, dass Dresden zwar
ein sehr leistungsfähiger Batterieforschungsstandort sei, sich aber
mit einem anderen Teilbereich beschäftige. Es sei wichtig, jetzt
schnell in die industrielle Umsetzung zu gehen und dafür sei der
Standort Münster besser geeignet.
Sie betonte außerdem, dass die Expertenkommission zuvor kein
explizites Votum für einen Standort abgegeben habe. Diese hatte sich
am vergangenen Mittwoch für den Standort Ulm ausgesprochen, eine
Entscheidung sei, so Karliczek, damit aber nicht gefällt worden: "Das
ist eine Falschmeldung die in den letzten Wochen hochgekommen ist."
Kritik kam auch von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerin Manuela
Schwesig (SPD). Sie kritisierte die Vergabe an Karliczeks
Heimatregion. Karliczek selbst stammt aus Ibbenbüren, wohin ein Teil
der Förderung fließen soll. Karliczek verwies dabei auf die
Landesregierung, die den Standort Ibbenbüren nach Schließung des
Steinkohlebergbaus neu aufstellen will, sagte aber: "Das ist aber
überhaupt nicht in unsere Entscheidung eingeflossen, das hatte mit
dem Standort gar nichts zu tun."
Für das Forschungszentrum hatten sich auch Standorte in
Süddeutschland, Niedersachsen und Sachsen beworben. Die Entscheidung
für Münster wurde von Politikern aus Ostdeutschland und Bayern
kritisiert. Der Bund will die Erforschung neuer Batterietechnologien
mit 500 Millionen Euro fördern. Ziel ist es, möglichst den gesamten
Wertschöpfungsprozess in Deutschland zu halten, vom Bau einzelner
Teile bis zur Wiederverwertung.
Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
ARD-Mittagsmagazin
Tel.: 030 - 97993 - 55504
mima(at)rbb-online.de
www.mittagsmagazin.de
Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Meldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 01.07.2019 - 14:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1733668
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Berlin
Telefon:
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Anmerkungen:
Diese HerstellerNews wurde bisher 298 mal aufgerufen.
Die Meldung mit dem Titel:
"Karliczek verteidigt Vergabe von Fördermitteln gegen massive Kritik
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Alle Meldungen von Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
CASIO Women Do Science auf der didacta 2026 in Köln
Schutz fürs Erbe: Warum eine Stiftung für viele Familien die bessere Lösung ist
Sauerstoff erstmals in Organ-on-Chip-Modellen messbar
Bestes Institut für berufliche Bildung 2026: IBB erneut Testsieger bei DEUTSCHLAND TEST
Wahrnehmungslücke bremst Weiterbildung zeigt die Future Skills Studie 2026 der Haufe Akademie




