Pestizidbelastung durch Energiepflanzen ? Land Brandenburg muss regulierend eingreifen
Pestizidbelastung durch Energiepflanzen - Land Brandenburg muss regulierend eingreifen
(pressrelations) -
"Die Ergebnisse sind absolut alarmierend", sagte die agrarpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion SABINE NIELS anlässlich der aktuellen Ergebnisse zur Belastung von Kleingewässern mit Pestiziden. Eine von den Umweltschutzverbänden BUND und NABU initiierte Untersuchung von insgesamt elf Gewässern in den Brandenburger Landkreisen Uckermark und Oder-Spree ergab, dass nur bei drei der elf untersuchten Gewässer keine chemischen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen werden konnten. Zurückzuführen sei dieses alarmierende Ergebnis auch auf den überproportional gestiegenen Anbau von Mais, der größtenteils für Biogasanlagen genutzt werde.
"Insbesondere im Norden Brandenburgs gibt es Regionen, in denen der Ausbau an Energiepflanzen, insbesondere Mais, an die Grenzen stößt", stellt die bündnisgrüne Agrarexpertin fest. Das Problem sei die Vielzahl an überdimensionierten Biogasanlagen, deren Nachfrage kaum noch gestillt werden kann. Da die Bundespolitik hier nur unzureichend tätig werde, müsse das Land Brandenburg regulierend eingreifen, so NIELS . Die bündnisgrüne Fraktion wird daher noch in diesem Jahr dem Landesparlament einen Antrag zur nachhaltigen Bioenergienutzung vorlegen, kündigt die Landespolitikerin an. "Feldfruchtdiversifizierung und eine obligatorische Fruchtfolge können den nötigen Pestizideinsatz erheblich senken. Die Politik ist im Sinne der Vorsorge in der Pflicht, den voranschreitenden Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenzuwirken. Nur so kann ein späterer Schaden von der Bauernschaft abgewendet werden', sagte NIELS .
Zudem habe das Land mit der anstehenden Novelle des Naturschutzgesetzes durch die Definition der "guten fachlichen Praxis' einen großen und effektiven Gestaltungsspielraum, der dringend genutzt werden müsse. Für die Forst- und die Fischereiwirtschaft wurden entsprechende landesspezifische Regelungen bereits längst getroffen. Mit Ausnahme von die Bodenfruchtbarkeit fördernden Leguminosen wie Lupine, Bohnen und Erbsen, die als Futtermittel angebaut werden, sollte beispielsweise keine Frucht auf mehr als 50 Prozent (derzeit 70 Prozent) der Fläche angebaut werden dürfen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Fraktion im Brandenburger Landtag
Am Havelblick 8, 14473 Potsdam
Tobias Arbinger
Pressesprecher
Tel.: 0331 9661706
Fax.: 0331 9661702
presse(at)gruene-fraktion.brandenburg.de
www.gruene-fraktion.brandenburg.de
Themen in dieser Meldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 16.08.2012 - 18:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 701634
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese HerstellerNews wurde bisher 656 mal aufgerufen.
Die Meldung mit dem Titel:
"Pestizidbelastung durch Energiepflanzen ? Land Brandenburg muss regulierend eingreifen
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
(Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Digitalisierung in der Industrie - was dazu gehört ...
Die Digitalisierung in der Industrie: Das gehört dazu Die industrielle Produktion steht derzeit vor einem tiefgreifenden Wandel. Vor allem die Digitalisierung ist in aller Munde. So zeigt die aktuelle DIHK-Digitalisierungsumfrage 2026 beispielswei ...Mieten statt kaufen - darum setzen viele Industrieunternehmen jetzt darauf ...
Als das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Mitte Januar seine Pressemitteilung herausgab, dürfte es sich gefreut haben. Die Zahlen zur wirtschaftlichen Lage deuten auf einen sanften Aufschwung hin. Wie man in einem solchen Moment die Prod ...Hubsteiger in der Industrie - wo ihr Einsatz unverzichtbar ist ...
Neben den Top Ergebnissen, die die Betriebe den Kunden liefern müssen, gelten als ergänzende Faktoren die Effizienz und die für die Professionals sicheren Tätigkeiten als ganz entscheidend. Ergänzend dient die Ergonomie als Kriterium für Gerät ...Alle Meldungen von
Wasseraufbereitung für die Welt von morgen
DISQ-Studie: Rheingas auf Platz 1 unter den Flüssiggasversorgern
DISQ-Studie: Rheingas auf Platz 1 unter den Flüssiggasversorgern / Bester Online-Service und sehr gute Beratungsleistung ausgezeichnet
Mehr als nur ein Speicher: Dreiphasige Power für Deutschland
Studie zum Netzpaket: Über 30 GW Erneuerbaren-Projekte und 45 Milliarden Euro private Investitionen gefährdet




